Wartezeiten in der Notaufnahme
Was ist das Manchester-Triage-System?
In der Notaufnahme wird zuerst geschaut, wie dringend jemand behandelt werden muss. Dafür gibt es das Manchester-Triage-System. Es wird auf der ganzen Welt genutzt. Patienten werden in fünf Gruppen (1 bis 5) eingeteilt – je nachdem, wie schwer sie verletzt oder krank sind. Wer sehr schwere Probleme hat, wird sofort behandelt. Andere müssen dann leider etwas warten.
Warum gibt es Wartezeiten?
- Akute Notfälle zuerst: Personen, die lebensbedrohlich oder schwer verletzt sind (z. B. mit Herzinfarkt oder Schlaganfall) müssen sofort behandelt werden. Sie kommen meist mit dem Rettungswagen über einen separaten Eingang ins Krankenhaus. Patienten im Wartebereich sehen den Eingang nicht.
- Begrenzte Kapazitäten: Behandlungsräume, Personal und Geräte sind begrenzt. Wenn alles gleichzeitig gebraucht wird, kann es zu Verzögerungen kommen.
- Einbindung von Fachärzten: Bei bestimmten Beschwerden ziehen wir Ärzte aus anderen Abteilungen hinzu. Wenn sie gerade bei anderen Patienten sind, kann es dadurch etwas länger dauern.
- Komplexe Fälle: Manche Patienten benötigen möglicherweise eine umfangreichere Diagnostik oder Behandlung, was mehr Zeit braucht.
Wie können Sie helfen?
- Vorbefunde und Medikationsplan mitbringen.
- Beschwerden genau beschreiben. So verstehen wir schneller, was los ist.
- Sofort Bescheid sagen, wenn es Ihnen schlechter geht.
- Haben Sie bitte Geduld. Wir geben unser Bestes, um alle schnell und bestmöglich zu versorgen.
- Bringen Sie Getränke und ggf. kleine Snacks mit, falls es länger dauert.
- Ladekabel fürs Handy mitbringen.
Die Notaufnahme ist nicht der richtige Ort für:
- leichte Erkältungen
- einfache Magen-Darm-Beschwerden
- kleinere Verletzungen
- längere Wartezeiten bei Fachärzten
In diesen Fällen hilft oft der Hausarzt, ein Akuttermin in der Praxis oder der hausärztliche Bereitschaftsdienst (Tel. 116 117). Weitere Infos unter: Was tun im Notfall?
Bitte beachten Sie: Diese Zeiten können je nach Patientenaufkommen variieren. Wenn sehr viele Patienten gleichzeitig Hilfe benötigen, kann es auch zu längeren Wartezeiten kommen.