Auch NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann gab sich die Ehre. Im Interview mit Hospizleiterin Silke Kirchmann wünschte Laumann vor allem eins: „Dass Sie wie weiterhin haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende mit einer großen Menschenlieben finden, um diese Aufgabe zu leisten.“
Unterhaltsam nahm Wolfgang Soldin, der Vorstandsvorsitzender des Franziskus-Hospiz e.V. Hochdahl, das Auditorium in seiner Begrüßungsrede mit: “Was für eine Woche: Zuerst ein neuer Bundeskanzler, dann ein neuer Papst und jetzt sind wir heute hier!
Sabine Jachmann, Vorstandsmitglied des Hospizvereins, erinnerte vor allem an die Pionierleistungen der Hochdahler Bewegung, die Ende 1988 in Gang kam: „Ganz am Anfang steht die Begegnung von Gerd Verhoeven und Ralf Jachmann mit ihrem Besuch des Hospizes von Recklinghausen, der ihnen eine neue Blickrichtung auf das Thema Krankheit und Tod vermittelte.“ Sehr plastisch schilderte Sabine Jachmann, welchem Gegenwind das ökumenische Hospiz-Projekt in den frühen 1990ern ausgesetzt war, als Hochdahls Hospiz-Pioniere gemeinsam mit den Waldbreitbacher Franziskanerinnen eine erste Anlaufstelle für schwerstkranke Menschen schufen auf dem Weg zum stationären Hospiz. Damals hieß es: „Weg mit den Nonnen“! Wir brauchen keine Todesengel über der Stadt! Die fortan ständig vorbeifahrenden Leichenwagen verderben uns gründlich die Freude an den Gartenpartys.“ Dank Willenskraft, Zähigkeit und kreativer Überzeugungsarbeit gelang es schließlich, die Gegenstimmen zu besänftigen und das Stationäre Hospiz im Mai 1995 zu realisieren.
Heute genießt das FHH einen hervorragenden Ruf und ist rundum anerkannt, wie der scheidende Geschäftsführer Christoph Drolshagen – nach 20jähriger Tätigkeit für das FHH - in seinem Rückblick betonte: „Ein Modellprojekt, an dem viele andere Maß genommen haben. Viele andere Hospizträger sind nach Hochdahl gekommen, um zu schauen, wie ein Hospiz funktioniert, wie ein Hospiz gebaut wird, aber auch wie Ehrenamtliche geschult werden. Das Ehrenamt-Schulungs-Curriculum ist bundesweit kopiert worden.“
Gastredner Landrat Thomas Hendele unterstrich die große Bedeutung des FHH für den Kreis Erkrath. „Es hat in den zahlreichen Städten des Kreises Hospizbewegungen entfacht, die sich dann erkundigt haben, wie das alles so funktioniert. Das ist das Verdienst des FHH, was man gar nicht hoch genug anerkennen kann.“
Zum Jubiläumstag zählte auch ein ökumenischer Gottesdienst, der von Diakonin Doris Treiber und Pfarrer Christoph Biskupek geleitet wurde. Beide verglichen das FHH mit einem Baum, der durch seine Krone und seine starken Wurzeln unzähligen Menschen Schutz bietet. „ Der Stamm sind die Mitarbeitenden, die die Krone und damit die Hospizgäste tragen.“
Sebastian Schmeier, Geschäftsführer der Marienhaus Senioreneinrichtungen GmbH, sprach über die Bedeutung des FHH für die Marienhaus GmbH – wie auch über die Nachdenklichkeit, die ein solches Jubiläum auslöst: „Wir fragen dabei auch nach dem Sinn des Lebens und danach, wie wir einmal sterben möchten.“ Schmeier ist vor allem stolz darauf, „dass wir die Geschichte der Waldbreitbacher Franziskanerinnen weiterschreiben dürfen.“
Das musikalische Rahmenprogramm fand großen Anklang - dank des Querflöten-Ensembles um Frau Wilfert – und Ben Kutta, der als echter Querflöten-Virtuose die Bühne betrat.
Die Rheinische Post und auch erkrath.jetzt berichteten über den tollen Tag.














