Der Neubau geht mit Sieben-Meilen-Stiefel seiner Vollendung entgegen

Die Marienhausklinik St. Josef Kohlhof feierte Richtfest - Baumaßnahme liegt voll im Zeit- und Kostenplan

Der Richtkranz weht über der neue Klinik auf dem Kohlhof. Foto: hf

22.01.2010

Neunkirchen. Vor gerade einmal 14 Monaten, so erinnerte Geschäftsführer Franz-Josef Backes in seiner Ansprache, hatte man mit dem symbolischen 1. Spatenstich den "lang ersehnten Startschuss" für den Neubau der Verbundklinik am Standort Kohlhof gegeben. Ende Juli dann hatte die Grundsteinlegung stattgefunden. Gestern nun (am 21. Januar 2010) feierten Mitarbeiter und zahlreiche Gäste Richtfest auf dem Kohlhof. Und Backes freute sich, dass die Marienhausklinik St. Josef Kohlhof nun mit "Sieben-Meilen-Stiefeln" ihrer Vollendung entgegen geht. Dabei liegt man nicht nur gut im Zeit-, sondern auch im Kostenplan, was bei einem Projekt mit einem Volumen von rund 30 Millionen Euro besonders erwähnenswert ist. Für diese Baumaßnahme stellt das Land 20 Millionen Euro übrigens zur Verfügung, den Rest steuert der Träger bei.

Der Neubau auf dem Kohlhof – nach seiner Fertigstellung Ende 2010 werden hierhin die Kinderklinik und das St. Josef-Krankenhaus umziehen – entsteht nach den Plänen des Architekturbüros Dieter Krauser aus Saarbrücken und verfügt über zwei Innenhöfe, ist (das ergibt sich aus der Hanglage) drei bis vier Geschosse hoch und fügt sich damit harmonisch in das Gelände ein. Ausgelegt ist das Gebäude auf 172 Betten. Davon entfallen 62 auf die Pädiatrie inklusive Sozialpädiatrie (die zehn Betten für die Kinderintensivstation sind hierin bereits berücksichtigt), 24 auf die Chirurgie, 46 auf die Innere Medizin und 33 auf die Gynäkologie und Geburtshilfe. Hinzu kommen sieben Betten für die interdisziplinäre Intensivstation.

Im Erdgeschoss befinden sich linker Hand die Kinderambulanz und rechts vom Haupteingang die Erwachsenen-Ambulanz. Die Zentrale Patientenaufnahme sowie die Räume für die medizinischen Untersuchungen, die Röntgenabteilung und das Labor werden von allen Patienten genutzt. Ebenfalls im Erdgeschoss sind die beiden Intensivstationen angesiedelt. An die pädiatrische Intensivstation grenzt die Kleinkinderstation an.

Im ersten Obergeschoss sind die Operationssäle und der Kreißsaal zu finden. Passend dazu sind auf dieser Etage auch die Geburtshilfe und die Chirurgische Abteilung untergebracht. Im zweiten Obergeschoss werden die Innere Medizin sowie die Pädiatrie und die Neuropädiatrie angesiedelt. Für die Verwaltung und die Technik ist im Untergeschoss ausreichend Platz.

Sobald der Neubau fertig gestellt und bezogen ist – das dürfte womöglich noch Ende 2010 sein –, wird die alte Kinderklinik zum Großteil abgerissen. Stehen bleibt nur der Trakt, der erst 1996 bezogen worden ist. Er wird um einen Anbau erweitert. Hier wird dann das Sozialpädiatrische Zentrum einziehen. Dieser zweite Bauabschnitt wird nochmals rund ein Jahr dauern, so dass das Projekt im Frühjahr 2012 endgültig abgeschlossen sein wird.

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