Das Programm war überaus attraktiv

Premiere am Nürburgring: Träger veranstaltete Famulanten-Camp für angehende Mediziner

Aufsichtsratsvorsitzende Schwester Edith-Maria schaut interessiert zu, als Dr. Thomas Bons drei Teilnehmerinnen zeigt, wie Wunden richtig vernäht werden.

25.09.2009

Nürburgring/Waldbreitbach. Ärzte sind Mangelware heutzutage. Mediziner werden vielerorts Hände ringend gesucht. Da muss man sich einiges einfallen lassen, wenn man Ärzte an ein Haus oder einen Träger binden will oder neue für eine Mitarbeit gewinnen möchte. Insbesondere auch dann, wenn der eine oder andere Standort nicht unbedingt der attraktivste ist. Das hat der Träger erkannt und handelt. Ein Ergebnis dieses Tuns ist das dreitägige Famulanten-Camp, das Mitte September erstmals stattfand und 32 angehende Medizinerinnen und Mediziner sowie eine Reihe von engagierten Ärzten aus der Trägerschaft im Medical Center am Nürburgring zusammenführte. – Warum Nürburgring? Ganz ein einfach: Zum einen gibt es seit 2007 eine Kooperation zwischen dem zum Nürburgring gehörenden Medical Center und dem Marienhaus Klinikum im Kreis Ahrweiler; und Dr. Klaus Hindrichs, der Chefarzt der Chirurgie des St. Josef-Krankenhauses Adenau ist der Medizinische Leiter dieses Medical Center. Und zum anderen bietet diese weltberühmte Rennstrecke in der Eifel (allen aktuellen Pleiten, Pech und Pannen beim Bau der neuen Erlebniswelt zum Trotz) vielfältige Möglichkeiten für ein abwechslungsreiches und spannendes Rahmenprogramm.

Wobei das, was den 32 jungen Leuten – das Spektrum reichte vom Studenten im fünften Semester bis zum Absolventen des Praktischen Jahres, ebenso vielfältig waren übrigens auch die Studienorte – an diesen drei Tagen im Medical Center inhaltlich geboten wurde, schon überaus attraktiv war. Referate, Diskussionen und praktische Übungen lösten einander ab, das Programm war dicht gedrängt – und vor allem: Das Dozententeam war hochkarätig besetzt. Chef-, Ober- und Assistenzärzte sowie Pflegekräfte aus den Krankenhäusern in Adenau, Bitburg und Bad Neuenahr, Neuwied und Neunkirchen (nicht zu vergessen die Mitarbeiter des DRK) nahmen sich für die Famulanten (wozu im Klinikalltag in der Regel kaum Gelegenheit ist) Zeit, beantworteten ihre Fragen und gaben ihnen wertvolle Hilfestellung und Tipps bei den praktischen Übungen.

Da wurde in kleinen Gruppen sonographiert und reanimiert, da wurde geschraubt, gegipst und genäht, da wurden Tapeverbände angelegt, pädiatrische Notfallsituationen und gynäkologische OPs simuliert. In den parallel laufenden Referaten ging es um die Themen Notfallmedizin, EKG, Lungenfunktion und Röntgen, aber auch um das Stationsmanagement und (ein klein wenig Eigenwerbung muss sein) um die Perspektiven der Aus-, Fort- und Weiterbildung von Ärzten in der Trägerschaft.

Auch wenn es Petrus an den drei Tagen mit dem Wetter nicht übermäßig gut meinte und (so die Anregung von Teilnehmern) in der Einladung für 2010 der Hinweis nicht fehlen dürfe, dass es Mitte September in der Eifel rund um den Nürburgring schon ungemütlich nasskalt sein kann, so war die Stimmung an den drei Tagen doch ausgesprochen gut. Und auch wenn die meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer von der dreitägigen Veranstaltung sehr angetan waren und das Famulanten-Camp sicherlich weiter empfehlen werden, so war ein Wunsch doch unüberhörbar: Plant beim nächsten Mal mehr Zeit für die praktischen Übungen ein. Wenn es mehr nicht ist...

 

 

 

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