Sterbebegleitung ist Lebensbegleitung

Anita Ludwig hat die Leitung des Ambulanten Hospizes Neuwied übernommen

Während Anita Ludwig (2. von rechts) als Leiterin des Ambulanten Hospizes Neuwied begrüßt wurde, ist Sabine Birkenbach (Mitte) nach elf Jahren ins Josef-Ecker-Stift gewechselt. Unser Bild zeigt die Beiden zusammen mit (von rechts) Christoph Drolshagen, dem Leiter der Marienhaus Hospize, Schwester Marianne Meyer vom Vorstand der Marienhaus Stiftung und Hans-Peter Knossalla, dem Vorsitzenden des Neuwieder Hospizvereins. Foto: Heribert Frieling

17.02.2020

Linz/Neuwied. Sieben hauptamtliche und 91 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zählt das Ambulante Hospiz Neuwied mittlerweile, und die Aufgaben werden kontinuierlich mehr. Da braucht es eine Führungskraft, die organisatorisch und inhaltlich die Fäden in der Hand hat und sich mit voller Kraft auf diese Arbeit konzentrieren kann. Die neu geschaffene Position der Hospizleitung hat Anfang des Jahres Anita Ludwig übernommen. Anfang Februar wurde sie in einer Feierstunde in der Senioren-Residenz St. Antonius in Linz – Linz ist einer der vier Standorte des Ambulanten Hospizes im Landkreis – in ihr Amt eingeführt.

 

Dass es gelungen sei, Anita Ludwig für diese Aufgabe zu gewinnen, ist für Schwester Marianne Meyer vom Vorstand der Marienhaus Stiftung „eine glückliche Fügung“. Man habe sie nämlich schon in ihrer Zeit als Bildungsbeauftragte im Ambulanten Hospiz in Hermeskeil zu schätzen gelernt. Anita Ludwig ist Religionspädagogin, hat lange Zeit als Gemeindereferentin und in den letzten Jahren in einem Seniorenzentrum in Süddeutschland gearbeitet und auch dort das getan, was sich wie ein roter Faden durch ihr berufliches Leben zieht: nämlich Menschen in schwierigen Situationen zu begleiten. Das wird sie auch als Leiterin des Ambulanten Hospizes in Neuwied tun. – Wobei sie selbst in den ersten Wochen bereits festgestellt hat, wie stark und tragfähig die hospizlichen Strukturen im Kreis Neuwied geknüpft sind.

 

Hieß es für Anita Ludwig also „herzlich willkommen“, so wurde Sabine Birkenbach gleichzeitig verabschiedet. Nach mehr als elf Jahren, in denen sie nach den Worten von Christoph Drolshagen das Hospiz geprägt hat, ist sie ins Josef-Ecker-Stift in Neuwied gewechselt. Dort, so der Leiter der Marienhaus Hospize, „spinnt sie den hospizlichen Faden weiter“, kümmert sich als Palliativfachkraft bereichsübergreifend um die Bewohnerinnen und Bewohner. Damit knüpft sie nahtlos an ihre Arbeit an, die sie in den letzten zwei Jahren im St. Pantaleon Seniorenzentrum in Unkel und eben auch im Josef-Ecker-Stift geleistet hat. In beiden Senioreneinrichtungen hat sie das Trägerkonzept zur hospizlichen Kultur und palliativen Kompetenz implementiert und umgesetzt. Sie hat Mitarbeitende, Angehörige und Ehrenamtliche beraten und dafür sensibilisiert, wie man den Bewohnerinnen und Bewohnern helfen kann, bis zuletzt leben und auch in Frieden sterben zu können. Wobei Sterbebegleitung nichts anderes als Lebensbegleitung ist.

 

 

 

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