Die ganze Aufmerksamkeit muss dem Patienten gelten

Dr. Michael Schmidt-Hieber war der dienstälteste Chefarzt im Krankenhaus Hetzelstift – Ende Oktober ist er in den Ruhestand gegangen

Dr. Michael Schmidt-Hieber war seit 1979 Chefarzt des Institutes für Radiologie und Nuklearmedizin des Krankenhauses Hetzelstift. Ende Oktober ist er in den Ruhestand gegangen. FOTO: Heribert Frieling

17.12.2008

Neustadt/Weinstraße. Nein, loszulassen und zu gehen, das sei ihm nicht schwer gefallen, sagt er ganz sachlich. Dabei war Dr. Michael Schmidt-Hieber immerhin der dienstälteste Chefarzt des Krankenhauses Hetzelstift und hat fast 30 Jahre lang das Institut für Radiologie und Nuklearmedizin geleitet. Ende Oktober ist er mit Erreichen des 65. Lebensjahres in den wohlverdienten Ruhestand getreten. Jetzt hat er endlich wieder mehr Zeit für seine vielen Hobbys, die in den letzten Jahren oft genug zu kurz gekommen sind. Seine Nachfolge im Hetzelstift haben Dr. Werner Gallo, Dr. Matthias Arens und Dr. Andreas Jung angetreten. Die Drei leiten – diese Konstellation ist in der Trägerschaft einmalig – die Abteilung gemeinsam im Kollegialsystem.

In Weingarten bei Ravensburg geboren, studierte Schmidt-Hieber in Stuttgart und Freiburg Medizin. Dass er Radiologe werden würde, war eher Zufall; denn er arbeitete, wie er sich im Gespräch erinnert, in der Gefäßchirurgie, wollte eigentlich nur das Angiografieren lernen – und ist dann in der Radiologie hängen geblieben. Dieses Fach hat ihm über all die Jahre immer viel Freude gemacht, nicht zuletzt auch wegen der interdisziplinären Zusammenarbeit. 

Als Michael Schmidt-Hieber dann im Januar 1979 von der Universitätsklinik in Freiburg nach Neustadt an die Weinstraße kam, da war das Hetzelstift erstens noch ein kommunales Krankenhaus; und waren zweitens die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten der Radiologie (verglichen mit heute) überschaubar. Beides hat sich geändert: 1981 übernahm die Marienhaus GmbH das Haus und Michael Schmidt-Hieber war der jüngste in der neuen Chefarztriege. Und die Radiologie hat in den vergangenen 30 Jahren eine überaus rasante Entwicklung genommen. 

Diesen „Riesensprung in den technischen Möglichkeiten“, so Schmidt-Hieber, hat die Abteilung mit vollzogen, beispielsweise 1991 den ersten CT und 1997 den ersten Kernspintomographen angeschafft. Viele Untersuchungen sind so durch moderne Schnittbildverfahren abgelöst worden, die schneller, besser und für die Patienten weniger belastend sind und kaum Risiken bergen. Trotzdem: Die Technik bleibt Hilfsmittel, die ganze Aufmerksamkeit muss dem Patienten gelten, formuliert Schmidt-Hieber sein Credo. Ihn gelte es umfassend zu informieren, ihn müsse man begleiten und dürfe ihn nicht mit seinen Ängsten und Sorgen allein lassen.

Diese Aufmerksamkeit hat Dr. Schmidt-Hieber auch seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geschenkt. Er hat sie gefördert und ihnen beispielsweise die Chance gegeben, sich durch Fort- und Weiterbildungen zu spezialisieren. Das gute Betriebsklima hat für personelle Kontinuität in der Abteilung gesorgt und das Arbeiten erleichtert. „Ich wollte, dass meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerne zur Arbeit kommen“, bringt Michael Schmidt-Hieber seine Philosophie auf den Punkt. Das und vieles mehr ist ihm in den 30 Jahren im Hetzelstift ganz offensichtlich gelungen.

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