Dieser Neubau ist „ein Meilenstein auf dem Weg der Zukunftssicherung“

1. Spatenstich für den Bau der Verbundklinik am Standort Kohlhof: das St. Josef-Krankenhaus und die Marienhausklinik Kohlhof werden hier in zwei Jahren einziehen – Land stellt 20 Millionen Euro zur Verfügung

Daumen hoch: Gesundheitsminister Prof. Dr. Gerhard Vigener (4. von rechts) signalisiert nach dem ersten symbolischen Spatenstich, was alle dem Projekt wünschen: viel Erfolg! FOTO: Heribert Frieling

27.11.2008

Neunkirchen. Auf diesen Moment haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des St. Josef-Krankenhauses und der Kinderklinik lange gewartet. Ende November nun fiel mit dem ersten symbolischen Spatenstich der Startschuss für den Bau der Verbundklinik am Standort Kohlhof. In den Neubau, der hier in den nächsten zwei Jahren entstehen wird, werden das St. Josef-Krankenhaus und die Kinderklinik einziehen. Beide sind, was ihre Bausubstanz angeht, in die Jahre gekommen. Deshalb ist der Neubau für beide „ein Meilenstein auf dem Weg der Zukunftssicherung“, wie Geschäftsführer Franz-Josef Backes in seiner kurzen Ansprache hervorhob. Davon ist auch die Landesregierung überzeugt, denn sie fördert die Baumaßnahme mit immerhin 20 Millionen Euro. Gesundheitsminister Prof. Dr. Gerhard Vigener überbrachte den Fördermittelbescheid. Die Gesamtkosten des Projektes liegen bei knapp 30 Millionen Euro; die Differenz steuert der Träger bei. Mit dieser Summe ist der Klinikbau, da waren sich Vigener und Backes einig, ein eigenes, kleines Konjunkturprogramm.
 

Die Verbundklinik, die nach den Plänen des Architekturbüros Dieter Krauser aus Saarbrücken entstehen wird, verfügt über zwei Innenhöfe, wird (das ergibt sich aus der Hanglage) drei bis vier Geschosse hoch sein und sich damit harmonisch in das Gelände einfügen. Ausgelegt ist das Gebäude auf 172 Betten. Davon entfallen 62 auf die Pädiatrie inklusive Sozialpädiatrie (die zehn Betten für die Kinderintensivstation sind hierin bereits berücksichtigt), 24 auf die Chirurgie, 46 auf die Innere Medizin und 33 auf die Gynäkologie und Geburtshilfe. Hinzu kommen sieben Betten für die interdisziplinäre Intensivstation.
 

Im Erdgeschoss befinden sich linker Hand die Kinderambulanz und rechts vom Haupteingang die Erwachsenen-Ambulanz. Die Zentrale Patientenaufnahme sowie die Räume für die medizinischen Untersuchungen, die Röntgenabteilung und das Labor werden von allen Patienten genutzt. Ebenfalls im Erdgeschoss sind die beiden Intensivstationen angesiedelt. An die pädiatrische Intensivstation grenzt die Kleinkinderstation an.
 

Im ersten Obergeschoss sind die Operationssäle und der Kreißsaal zu finden. Passend dazu sind auf dieser Etage auch die Geburtshilfe und die Chirurgische Abteilung untergebracht. Im zweiten Obergeschoss werden die Innere Medizin sowie die Pädiatrie und die Neuropädiatrie angesiedelt. Für die Verwaltung und die Technik ist im Untergeschoss ausreichend Platz.
 

Bevor allerdings mit dem Neubau begonnen werden kann, müssen noch einige Vorarbeiten erledigt werden. Die Heizung, die EDV und die Telefonanlage müssen aus dem Hochhaus in das jetzige Haupthaus der Kinderklinik umziehen. Sobald das geschehen ist, können das Hochhaus und das Gebäude, in dem ehemals die Verwaltung untergebracht war, abgerissen werden. Dieser Platz wird für den Neubau gebraucht.
 

Sobald der Neubau fertig gestellt und bezogen ist, wird die alte Kinderklinik zum Großteil abgerissen. Stehen bleibt nur der Trakt, der erst 1996 bezogen worden ist. Er wird um einen Anbau erweitert. Hier wird dann das Sozialpädiatrische Zentrum einziehen. Dieser zweite Bauabschnitt wird nochmals rund ein Jahr dauern, so dass das Projekt im Frühjahr 2012 endgültig abgeschlossen sein wird.

Die Verbundklinik am Kohlhof war eine schwere Geburt: Die Idee, beide Häuser am Standort Kohlhof zusammenzuführen, sind schon einige Jahre alt; die ersten Pläne für den Neubau der Verbundklinik datieren aus dem Jahre 2003. Aber erst nachdem die Marienhaus GmbH Mitte März 2008 die Gemeinnützige Klinik-Gesellschaft des Landkreises Neunkirchen (KLN) übernommen hatte, konnten die letzten Hindernisse aus dem Weg geräumt werden. Und so bewahrheitet sich am Kohlhof wieder einmal, so Backes in seiner Rede, das alte Sprichwort Was lange währt, wird endlich gut.

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