„Im Rheinland gehören Witze und Gott zusammen“

Willibert Pauels unterstützt mit Benefizveranstaltung die Waldbreitbacher Hospiz-Stiftung

„In einem befreiendem Lachen kann man Gott spüren“, ist sich Pauels sicher.

03.11.2008

Waldbreitbach. Begeistert klatschen die 350 Besucher, als ne bergische Jung alias Willibert Pauels mit seiner markanten roten Clownnase, seiner schwarzen Brille und dem Birett-Hut ins Forum Antoniuskirche einmarschierte. Mitte Oktober gastierte der Star des Kölner Karnevals mit seinem Soloprogramm Ne fromme Jeck zu Gunsten der Waldbreitbacher Hospiz-Stiftung auf dem Waldbreitbacher Klosterberg. Zwei Stunden unterhielt das Rheinische Rumpelstilzchen, wie er sich selbst nennt, die Zuschauer mit seiner gelungenen Mischung aus Kabarett und Predigt. „Im Rheinland gehören Witze und Gott zusammen“, erklärte der katholische Diakon seinem Publikum. Leider sähen das nicht alle so, und deswegen „erhält der Kanalmeister, ähh, der Kardinal Meißner immer wieder Beschwerdebriefe“, so Pauels weiter. Und dabei hätten viele der großen Karnevalisten in der Gemeinde ihre Karriere begonnen. Die Hassliebe zwischen den Kölnern und den Düsseldorfern und speziell das Verhältnis zwischen den Rheinländern und den Westfalen nahm Pauels genau unter die Lupe. „Der Westfale lacht genauso gern wie der Rheinländer, nur eben nach innen“, konstatierte Pauels und hatte damit die Lacher auf seiner Seite. 

Nach der Pause wurde Pauels philosophischer. Er möchte das Lachen genauso zelebriert wissen wie ein Hochamt. „Der unverhoffte Perspektivwechsel bei einem Witz ruft bei uns Lachen hervor“, erläuterte Pauels und demonstrierte es eindrucksvoll mit einer treffsicheren Witzfolge. Und so sei es bei vielen Dingen im Leben, erklärte Pauels weiter. Lachen wirke befreiend und sei für ihn eine Erahnung des Himmels. „In einem befreienden Lachen kann man Gott spüren“, ist sich Pauels sicher. Schwerstkranke und Sterbende könnten mit einem Lachen für kurze Zeit ihre Situation vergessen. „Das Sterben kann man nicht ändern, aber man kann es erträglicher gestalten“, so Pauels. Und mit seinem Auftritt hat er dazu beigetragen: Er verzichtete auf seine Gage, und mit dem Reinerlös von 6.000 Euro kann die Waldbreitbacher Hospiz-Stiftung die Arbeit der Hospize weiter fördern und unterstützen. 

„Ich werde Kardinal Meisner einen Brief schreiben, dass er mit Ihnen einen wunderbaren Botschafter hat“, dankte Generaloberin Schwester M. Basina Kloos dem bergische Jung für sein Engagement und wünschte sich, dass er nicht zum letzten Mal auf dem Waldbreitbacher Klosterberg zu Gast war.

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