„Und jetzt mache ich Rehasport, ich will doch weiterhin fit bleiben.“

Rehasport Rhein-Wied e.V. fördert die Beweglichkeit und Koordinationsfähigkeit

Sabrina Stenzel unterstützt die Teilnehmer der Trainingsgruppe bei den Übungen. FOTO: Andrea Schulze

10.10.2008

Neuwied. Sie wollen fit bleiben bis ins hohe Alter, das ist die wichtigste Motivation der Teilnehmer in den Trainingsgruppen des Rehasport Rhein-Wied e.V. Zusätzlich haben die meisten von ihnen ihre eigene Krankengeschichte, die sie zu der wöchentlich in den Räumen der Reha Rhein-Wied in Neuwied stattfindenden Sportgruppe geführt hat. Da ist zum Beispiel der 56jährige Intensivpfleger aus Andernach, der nach einem Bandscheibenvorfall berentet werden sollte. Für ihn kam das nicht in Frage, und er begann zu walken und wurde Mitglied der Trainingsgruppe. „Heute bin ich wieder voll in meinem Beruf tätig“, berichtet er stolz und freut sich, dass ihm der Rehabilitationssport so gut tut. 

„Mit den speziellen Übungen wird die Ausdauer und Kraft der Teilnehmer gestärkt. Zusätzlich verbessert das kontinuierliche Training die Koordination und Beweglichkeit“, erläutert Sabrina Stenzel. Die junge Physiotherapeutin ist Fachübungsleiterin für Rehabilitationssport. Die meisten Teilnehmer haben eine Verordnung für den Rehasport von ihrem Arzt erhalten zum Beispiel nach einer Anschlussheilbehandlung, um den Heilerfolg zu sichern. Andere sind Mitglied im Rehasport Rhein-Wied e.V., weil sie Gesundheitssport betreiben wollen. 
 

„Die Übungen werden auf die Bedürfnisse und die Möglichkeiten der einzelnen Teilnehmer abgestimmt“, so Sabrina Stenzel. Sie steht auch in Kontakt mit den behandelnden Ärzten und ist darüber informiert, welche Übungen für welchen Teilnehmer geeignet sind. Während des Trainings unterstützt sie jedes einzelne Gruppenmitglied bei den Übungen. Die richtige Ausführung ist wichtig, wenn sie etwas bewirken sollen. 
 

Viele Patienten mit Rückenproblemen kommen in die Gruppe. So auch ein 59jähriger Teilnehmer, der eine Kur beantragt hat. „Ich muss noch einige Jahre arbeiten und mir war klar, ich muss etwas tun, wenn ich gesund und fit in den Ruhestand gehen will“, sagt er. Eine Kur hat er nicht erhalten, aber eine Verordnung für den Rehasport, und „dieser Sport hilft meinem Rücken sehr gut und verbessert meine Fitness, das spüre ich deutlich“, freut er sich. Sabrina Stenzel unterstützt die Teilnehmer bei den einzelnen Übungen. Eine Frau kann zum Beispiel ihre Arme nicht richtig heben. Beim Training mit dem Theraband, einem breiten Gummiband, das für bestimmte Gymnastikübungen verwendet wird, zeigt ihr die Physiotherapeutin alternative Bewegungen, die für sie geeignet sind. 
 

Die Teilnehmer kommen aus Neuwied aber auch aus der Umgebung zum Beispiel aus dem Wiedtal. Einer fährt sogar zwei Mal wöchentlich die Strecke von Neustadt/Wied nach Neuwied um am Rehabilitationssport teilzunehmen. Der 48Jährige hat einen beginnenden Bandscheibenvorfall und möchte etwas für seinen Rücken tun. „Bei uns gibt es solche Sportgruppen nicht“, berichtet er. Ein Freund hat im vom Rehasport Rhein-Wied e.V. erzählt. Nachdem er einige Male daran teilgenommen und gespürt hat, dass die Gymnastik seine Beschwerden lindert, war es für ihn keine Frage, dass er diese lange Fahrt regelmäßig auf sich nehmen würde.  

Eine der ältesten Teilnehmerinnen ist eine 73jährige rüstige Dame, die ihr Leben lang Sport getrieben hat. „Bis zu meinem 70. Geburtstag habe ich Handball und Korbball im Feldkirchener Sportverein gespielt“, sagt sie stolz. „Und jetzt mache ich Rehasport, ich will doch weiterhin fit bleiben.“

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