Damit Patienten keine unnötigen Schmerzen leiden müssen

Gemeinschaftskrankenhaus St. Elisabeth / St. Petrus / St. Johannes Bonn erhält das TÜV-Siegel für die Akutschmerz-Therapie

Freuten sich über die Auszeichnung für das Gemeinschaftskrankenhaus: Projektleiter Dr. Florian Hottelet, TÜV-Auditorin Birgit Kuhlen-Janssens, der Ärztliche Direktor Dr. Hilmar Hüneburg und Krankenhausoberer Christoph Bremekamp (von links). FOTO: Heribert Frieling

09.10.2008

Bonn. Patienten haben in der Regel nicht nur großen Respekt vor der Operation, der sie sich unterziehen müssen, oft ist die Angst vor der mit der Operation verbundenen Schmerzen mindestens gleich groß. Das muss nicht sein. Dass kein Patient nach einem operativen Eingriff unnötige Schmerzen leiden muss, dafür hat jetzt das Gemeinschaftskrankenhaus in Bonn den Beweis angetreten. Das Haus erhielt Mitte September im Rahmen einer Feierstunde das TÜV-Zertifikat für die Akutschmerz-Therapie verliehen. Der TÜV Rheinland attestiert dem Haus damit, vor, während und nach einer Operation alles zu tun, damit die Patienten möglichst wenig durch Schmerzen belastet werden. Das Gemeinschaftskrankenhaus ist die 14. Klinik bundesweit, die mit diesem TÜV-Zertifikat ausgezeichnet worden ist.

Eine interdisziplinäre und Berufsgruppen-übergreifende Projektgruppe unter der Leitung von Dr. Fabian Hottelet, einem der Oberärzte der Abteilung für Anästhesie, Intensiv und Schmerztherapie, hat in gut zwölfmonatiger Arbeit ein umfangreiches Konzept zur Akutschmerz-Therapie entwickelt und damit „für unsere Patienten viel geleistet“, wie Dr. Hilmar Hüneburg, der Chefarzt der Anästhesie und Ärztliche Direktor des Gemeinschaftskrankenhauses in seiner kurzen Rede anerkennend hervorhob. Das unterstreichen übrigens auch die Ergebnisse der Patientenbefragung, die im Frühjahr durchgeführt wurde: 85 Prozent der Befragten waren mit der schmerztherapeutischen Behandlung gut oder sehr gut zufrieden.

Alle Patienten werden vor der Operation über die Möglichkeiten der postoperativen Schmerzmessung und -therapie aufgeklärt. Die Narkoseverfahren werden vor einem Eingriff so festgelegt, dass Schmerzen möglichst gering gehalten oder ganz vermieden werden. Und wenn nach dem Eingriff Schmerzen auftreten, dann sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – so genannte Pain-Nurses oder Schmerzmentoren – auf den Stationen speziell dazu ausgebildet, nach festgelegten Standards Schmerzen schnellstmöglich behandeln zu können. Zum Konzept gehört weiterhin die Einrichtung eines Akut-Schmerzdienstes.

Eingebunden in das Projekt waren die Abteilungen für Anästhesie, Intensiv und Schmerztherapie, die Gefäßchirurgie und das Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie im Haus St. Petrus. Beim so genannten Audit, das der TÜV Rheinland im Juni durchführte, wurden nicht nur Verfahren, Strukturen und Dokumente nach den Vorgaben der DIN ISO 9001 geprüft, auch auf mehreren Stationen im Haus St. Petrus machten sich die Prüfer ein Bild von der Qualität der Schmerztherapie. Und waren beeindruckt – vom Konzept wie auch von der Motivation der beteiligten Mitarbeiter.

Das Zertifikat wird nur für ein Jahr vergeben. Das heißt, dass sich das Gemeinschaftskrankenhaus getreu dem Motto Nach dem Spiel ist vor dem Spiel um eine stetige Verbesserung der Akutschmerz-Therapie bemühen muss. So will man in einem ersten Schritt weitere Abteilungen des Hauses in das Konzept zur Schmerzbehandlung integrieren.

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