Alternative Wege in der Energieversorgung

St. Josef-Krankenhaus Adenau: Wärmeenergie kommt zukünftig von einer Holzfeuerungsanlage – Einsparung von etwa 200.000 Litern Heizöl erwartet

Freuen sich mit ihren Kooperationspartner über den Anschluss an das Nahwärmenetz in Adenau: Der Kaufmännische Direktor des Marienhaus Klinikums im Kreis Ahrweiler Bernd Witte (4. von rechts) und Alfred Pitzen, der Kaumännische Leiter des St. Josef-Krankenhauses Adenau (2. von rechts) FOTO: Andrea Schulze

09.10.2008

Adenau. Einen alternativen Weg in der Wärmeversorgung hat das Marienhaus Klinikum im Kreis Ahrweiler St. Josef-Krankenhaus Adenau eingeschlagen: Das Krankenhaus ist zentraler Abnehmer im Nahwärmeverbund in Adenau und wird ab November mit Wärme aus einer nahegelegenen Holzfeuerungsanlage versorgt. „Gerade vor dem Hintergrund der drastisch steigenden Energiepreise ist dieses Modell für unser Haus ideal“, freut sich Alfred Pitzen, der Kaufmännische Leiter des St. Josef-Krankenhauses, anlässlich der Projektvorstellung Anfang August. „Rund 210.000 Liter Heizöl benötigten wir bisher jährlich. Den größten Teil davon können wir jetzt durch Nahwärme ersetzten.“ Die entsprechende Energie wird in einem nahegelegenen sogenannten Kesselhaus, einem ehemaligen Fabrikgebäude, aus etwa 1.000 Festmetern Holz gewonnen. Die Kosten werden sich gegenüber herkömmlichen Wärmeenergieträgern um fünf bis 15 Prozent verringern. Darüber hinaus war die umweltfreundliche Energiegewinnung aus nachwachsenden Rohstoffen ein weiteres wichtiges Argument für die Umstellung. 

Zwei Unternehmer hatten das Konzept für das Nahwärmenetz in den vergangenen zwei Jahren in Adenau entwickelt und zusammen mit zahlreichen regionalen und kommunalen Kooperationspartnern umgesetzt. Das Krankenhaus ist ein Abnehmer mit optimalen Eigenschaften, denn es benötigt kontinuierlich das ganze Jahr eine große Wärmemenge. So kann die Anlage, die derzeit aus zwei Kesseln mit einer Wärmeleistung von 400 kW besteht, gut und gleichmäßig ausgelastet werden. Um drei Kessel kann die Anlag noch erweitert werden. Sie liefert dann eine Leistung von mehr als 900 kW umweltfreundlich erzeugter Wärmeenergie. Das Holz stammt aus den umliegenden Wäldern, das spart lange Transportwege. 
 

Dennoch behält das Krankenhaus seine alte Haustechnik. Die Grundwärme wird von der Holzfeuerungsanlage geliefert, und sollte sie in besonders kalten Monaten nicht ausreichen, dann kann das Haus immer noch auf die herkömmliche Wärmegewinnung mit Heizöl zurückgreifen.

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