Die gemeinsame Arbeit „hat uns zusammengeschweißt“

Marienhaus Klinikum Saarlouis-Dillingen: Privatdozent Dr. Erik Friedrich ist neuer Chefarzt der Kardiologie – Dr. Patrick Müller-Best ist sein Nachfolger als Chefarzt der Inneren Medizin in der Marienhausklinik Ottweiler – gemeinsam bauen sie das Kardiologische Zentrum auf

Neuer Chefarzt der Klinik für Innere Medizin II (Kardiologie) des Marienhaus Klinikums Saarlouis-Dillingen ist seit Anfang des Jahres Privatdozent Dr. Erik Friedrich (rechts im Bild). Sein Nachfolger als Chefarzt der Inneren Medizin in der Marienhausklinik Ottweiler ist Dr. Patrick Müller-Best. Foto: Heribert Frieling

19.12.2012

Ottweiler/Saarlouis. Sie werden auch in Zukunft gemeinsame Sache machen: Privatdozent Dr. Erik Friedrich und sein bisheriger Oberarzt Dr. Patrick Müller-Best. Friedrich, der seit April 2010 Chefarzt der Inneren Medizin der Marienhausklinik in Ottweiler war, hat zum Jahreswechsel die Nachfolge von Dr. Walter Blank als Chefarzt der Klinik für Innere Medizin II (das ist die Kardiologie) im Marienhaus Klinikum Saarlouis-Dillingen angetreten. Blank, der die Kardiologie in Saarlouis aufgebaut und 23 Jahre lang erfolgreich geleitet hatte, ist in den wohlverdienten Ruhestand getreten. Nachfolger Friedrichs als Chefarzt in Ottweiler ist Dr. Patrick Müller- Best. Die gemeinsame Arbeit, die bereits an der Uniklinik in Homburg begann, „hat uns zusammengeschweißt“, betonen die beiden. Deshalb wollen sie die Hauptfachabteilungen in Saarlouis und Ottweiler als Kardiologisches Zentrum eng miteinander verzahnen. Davon werden, so Erik Friedrich (er leitet das Zentrum als Direktor) und Patrick Müller-Best, die Patienten und die Mitarbeiter gleichermaßen profitieren.

 

In seiner Heimatstadt Bonn hat Erik Friedrich Medizin studiert. Die ersten vier Berufsjahre absolvierte er dann an der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin II des Universitätsklinikums in Regensburg. Schwerpunkt seiner Tätigkeit war bereits hier die Kardiologie. Von Regensburg ging Dr. Erik Friedrich als Stipendiat der Alexander von Humboldt-Stiftung in die USA. Drei Jahre arbeitete und forschte er am Massachusetts General Hospital an der Harvard Medical School. Von Boston kehrte er 2003 zurück nach Deutschland, und zwar ans Universitätsklinikum des Saarlandes. Ein Punkt, der für Homburg sprach, war dabei sicherlich, dass er hier seine Forschungen zum Thema Arteriosklerose fortsetzen konnte. – Friedrich, der sich 2007 habilitierte, beendete hier auch seine klinische Ausbildung in den Bereichen Innere Medizin, Kardiologie, Angiologie und Intensivmedizin. Wobei ein besonderer Schwerpunkt Friedrichs die invasive kardiale Diagnostik und Therapie ist. 2010 dann übernahm er die Leitung der Hauptfachabteilung für Innere Medizin der Marienhausklinik in Ottweiler.

 

Mit Dr. Erik Friedrich nach Ottweiler wechselte damals als Oberarzt Dr. Patrick Müller-Best. Der 40-Jährige stammt aus Homburg, hat hier und im englischen Manchester Medizin studiert und am Universitätsklinikum des Saarlandes (unterbrochen durch ein einjähriges Engagement in den USA) auch seine internistische Ausbildung absolviert. Die ist in Homburg besonders breit angelegt und beinhaltet ein langjähriges Training in der Intensivmedizin. Patrick Müller-Best, der durch die Studienstiftung des Deutschen Volkes unterstützt wurde und u.a. 2007 den Wissenschaftspreis der Stadt Homburg gewann, zählt die invasive Kardiologie und die Angiologie zu seinen Schwerpunkten. – Auch wenn die Abteilung in Ottweiler eine allgemeine Innere ist, so sind unter den Patienten, die in den zurückliegenden zweieinhalb Jahren neu gewonnen werden konnten, viele kardiologische Patienten.

 

Die über Jahre etablierte Kardiologie in Saarlouis deckt ein breites Spektrum der Diagnostik und nicht-chirurgischen Behandlung von Herzerkrankungen ab. Da sind die Patienten, bei denen die Durchblutung und damit die Sauerstoffversorgung der Herzmuskulatur beeinträchtigt ist. Im Herzkatheterlabor werden die Gefäßverengungen respektive Gefäßverschlüsse schnellstmöglich behandelt. Eine weitere große Patientengruppe sind diejenigen, die an einer Herzinsuffizienz leiden. Weil ihr Herz es nicht mehr schafft, den Körper ausreichend mit Blut zu versorgen, muss es mit speziellen Schrittmachern unterstützt werden. Auch Patienten, die unter Kammerflimmern und Kammerflattern und damit unter lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen leiden, werden in Saarlouis bestmöglich versorgt. Durch gezielte Stromstöße wird der normale Herzschlag wiederhergestellt. Der dafür benötigte Defibrillator ist in speziellen Schrittmachern bereits eingebaut.

 

Auch in Ottweiler finden kardiologische Patienten eine fundierte Grundversorgung mit Herzkatheterlabor sowie einer großen Schrittmacher- und Defibrillatorambulanz vor. Aber es wird Fälle geben, so Dr. Friedrich und Dr. Müller-Best, in denen diese kardiologische Grundversorgung nicht ausreichen wird und der absolute Spezialist gefordert ist. „Dann übernehmen unsere Kollegen aus Saarlouis diesen Patienten und wir wissen ihn dort in besten Händen“, sagt Müller-Best. Auf Dauer werden Patienten beider Abteilungen von der Standort übergreifenden Zusammenarbeit profitieren, aber auch die Einrichtungen selbst.

 

Als weitere Pluspunkte für das Kardiologische Zentrum zählen Dr. Friedrich und Dr. Müller-Best gemeinsame Fortbildungen, Personaleinsatz und Qualitätsstandards auf. – An ihr Konzept glaubt auch der Träger und nimmt für die Realisierung des Kardiologischen Zentrums eine Menge Geld in die Hand …

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