Er will beweisen, dass auch an einem kleinen Krankenhaus erstklassige Medizin möglich ist

Marienkrankenhaus Trier-Ehrang: Dr. Uwe Heindrichs hat zum Jahreswechsel als neuer Chefarzt die Leitung der Gynäkologie und Geburtshilfe übernommen

Dr. Uwe Heindrichs hat zum Jahreswechsel als Chefarzt die Leitung der Gynäkologie und Geburtshilfe im Marienkrankenhaus von Trier-Ehrang übernommen. FOTO: Heribert Frieling

22.12.2011

Trier-Ehrang. „Das Gesamtpaket hat einfach gestimmt“, sagt Uwe Heindrichs, wenn man ihn fragt, warum er sich für Trier-Ehrang entschieden hat. Er nennt als erstes das schlagkräftige Team, das er in seiner Abteilung vorgefunden hat; freut sich auf die Zusammenarbeit mit den Kollegen der Chirurgie; wertet es als weiteren Pluspunkt für seine Arbeit, dass am Haus eine Radiologische Praxis und eine Praxis für Strahlentherapie angesiedelt sind; und schwärmt von der „freundlichen und familiären Atmosphäre“, die ihm direkt bei seinen ersten Besuchen im Marienkrankenhaus positiv aufgefallen ist. So hat Dr. Uwe Heindrichs zum Jahreswechsel als Chefarzt die Leitung der Gynäkologie und Geburtshilfe im Marienkrankenhaus von Trier-Ehrang übernommen. – Mit der Verpflichtung des 48-Jährigen endet die monatelange Vakanz, die nach der Trennung von Dr. Rainer Westermann entstanden war. In dieser Zeit hatte Dr. Franz-Josef Jerono, der Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe im Bitburger Schwesterkrankenhaus, die Abteilung in Ehrang mit betreut.

In Hürtgen geboren und aufgewachsen (der kleine Ort liegt im Kreis Düren und damit nicht weit von Aachen entfernt), studierte Uwe Heindrichs in Aachen – „das war damals das modernste Klinikum in Europa und wir waren 1984 der erste Studentenjahrgang“ – Medizin. Nach einem Abstecher nach London, wo er einen Teil seines Praktischen Jahres absolvierte, kehrte Heindrichs an das Universitätsklinikum Aachen (UKA) zurück, promovierte und begann seine Facharztausbildung in der Gynäkologie und Geburtshilfe. Die schloss er während seiner Zeit in Würselen ab. Im dortigen Knappschaftskrankenhaus war er dreieinhalb Jahre als Oberarzt tätig und wechselte 2001 zurück ans UKA.

Von seiner Ausbildung her „bin ich sicherlich ein Allrounder“, sagt er über sich selbst. Deshalb wird Dr. Uwe Heindrichs in Trier-Ehrang auch das „komplette operative Spektrum abbilden“ – von der Tumorchirurgie bis zur Behandlung der Inkontinenz. Operative Eingriffe wird er dabei, wenn eben möglich, minimal-invasiv vornehmen. Diese schonenden Operationstechniken, bei denen der Gynäkologe auf den Bauchschnitt verzichtet und der Erhalt des Organs im Vordergrund steht, beherrscht Heindrichs seit vielen Jahren.

Auch wenn er Generalist ist, so zählt die Brustchirurgie zu seinen besonderen Schwerpunkten. Den Bereich Brustchirurgie und Senologie (das ist die Lehre von der weiblichen Brust) hat Uwe Heindrichs am UKA mit aufgebaut und hat das dortige Brustzentrum fünf Jahre lang geleitet. Zudem ist er als Brustchirurg der Arbeitsgemeinschaft für ästhetische, plastische und wiederherstellende Operationsverfahren in der Gynäkologie zertifiziert und damit einer von gerade einmal 80 Ausbildern in ganz Deutschland.

Dass auch an einem kleinen Krankenhaus erstklassige Medizin möglich ist, das will Dr. Heindrichs in Trier-Ehrang beweisen. Dabei baut er auf sein Team und will seinen Mitarbeitern die Chance geben, ihre eigenen Schwerpunkte weiter zu entwickeln. So möchte er Akzente setzen und das Profil der Abteilung weiter schärfen – in der Geburtshilfe (das Marienkrankenhaus ist gerade als Babyfreundliches Krankenhaus rezertifiziert worden) ebenso wie im Bereich des Beckenbodenzentrums, beim Ausbau des Brustzentrums oder der Intensivierung der minimal-invasiven Chirurgie. Denkbar ist natürlich auch eine Erweiterung des Leistungsspektrums. Heindrichs nennt hier beispielhaft die Behandlung der Endometriose. Das ist eine Krankheit, die vor allem junge Frauen betrifft, die zu starken Schmerzen und ungewollter Kinderlosigkeit führt.

Die Psychoonkologie und damit die Frage, ob und inwieweit traumatische Erfahrungen die (Brust)-Krebsgefahr bei Frauen erhöhen, ist Schwerpunkt seiner Forschungsarbeit. Dass in Ehrang eine Abteilung für Naturheilverfahren entstehen soll, sieht Heindrichs auch unter diesem Aspekt überaus positiv. – Vielleicht ein weiterer Pluspunkt, der ihm die Entscheidung für das Marienkrankenhaus leicht gemacht hat…

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