Sie "nehmen den ganzen Menschen vorbildlich in den Blick"

Die Erfolgsgeschichte der Konservativen Orthopädie und Manuellen Medizin in St. Goar – Abteilung feierte 25 Jahre "Knochen-Arbeit"

Feierten die Erfolgsgeschichte 25 Jahre Konservative Orthopädie in den Loreley-Kliniken: Chefarzt Dr. Matthias Psczolla (Bildmitte) mit der rhein-land-pfälzischen Gesundheitsministerin Malu Dreyer (rechts im Bild, Generaloberin Schwester M. Basina Kloos, Christa Garvert (2. von links), die in den Loreley-Kliniken für die Marienhaus GmbH die Aufgaben der Gesellschafterin wahrnimmt, und St. Goars Bürgermeister Walter Mallmann. Fotos: Heribert Frieling

20.10.2011

St. Goar. Die Konservative Orthopädie „ist eine Erfolgsgeschichte, die unsere Stadt weit über ihre Grenzen hinaus bekannt gemacht hat“, stellte St. Goars Bürgermeister und Mitgesellschafter Walter Mallmann in seiner Begrüßung fest. Diese Erfolgsgeschichte, die eng mit dem Namen von Chefarzt (und mittlerweile Geschäftsführer) Dr. Matthias Psczolla verbunden ist, feierte Ende September mit einem Festakt in der Rheinfelshalle ihr 25-jähriges Bestehen. Die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Malu Dreyer nannte in ihrem Grußwort die Konservative Orthopädie in den Loreley-Kliniken „einen Segen für die Patienten“, bescheinigte der Einrichtung, ein bundesweites Referenzzentrum für die Konservative Orthopädie zu sein, und gratulierte allen Verantwortlichen dazu, bereits Mitte der 80er Jahre eine so vorausschauende Entscheidung für dieses „einzigartige Angebot“ getroffen zu haben. Malu Dreyer bekannte sich ausdrücklich zu den Loreley-Kliniken und unterstrich, dass das Land auch in Zukunft bereit sei, das Erforderliche zur Weiterentwicklung der Kliniken beizutragen. Denn denen stehen in den nächsten Jahren tief greifende Veränderungen ins Haus.  – Aber der Reihe nach.

Überzeugendes Konzept

In der Mitte der 80er Jahre hatten die Waldbreitbacher Franziskanerinnen zusammen mit den beiden Kommunen wieder die Trägerschaft für die Krankenhäuser in St. Goar und Oberwesel übernommen und suchten, wie sich Generaloberin Schwester M. Basina Kloos in ihrem Grußwort erinnerte, nach einem tragfähigen Konzept für die Zukunft der beiden Häuser. Da sei man auf einen jungen Mann aufmerksam geworden, der Oberarzt an der Klinik Lahnhöhe und schon damals ein begeisterter Manualtherapeut war: Dr. Matthias Psczolla. Er hatte ein Behandlungskonzept für Patienten mit Beschwerden am Bewegungsapparat entwickelt, denen einerseits ambulant nicht mehr geholfen werden konnte, für die andererseits eine klassische Reha aber noch nicht in Frage kam. Psczolla habe die Verantwortlichen schnell überzeugt, und so sei im Juni 1986 die erste Abteilung für Konservative Orthopädie und Manuelle Medizin in Rheinland-Pfalz entstanden.

Diese Entscheidung, so Schwester M. Basina, „haben wir in den zurückliegenden 25 Jahren zu keinem Zeitpunkt bereut.“ Denn Dr. Psczolla und sein Team (Psczolla ist halt ein überzeugter Teamplayer) hätten es verstanden, auch ihre Patienten zu überzeugen. Die kommen aus ganz Deutschland, aber auch aus dem Ausland an den Mittelrhein. Es sind Patienten, die meist schon eine lange Leidensgeschichte hinter sich haben und für die die Loreley-Kliniken oft die letzte Hoffnung sind.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Die interdisziplinäre Zusammenarbeit ist in der Konservativen Orthopädie gleichermaßen selbstverständlich wie auch Schlüssel zum Erfolg (und andere Disziplinen sollten sich in diesem Punkte an ihr ein Beispiel nehmen).  Ärzte, Therapeuten und Pflegende, aber auch andere Berufsgruppen arbeiten zum Wohle des Patienten Hand in Hand, „nehmen den ganzen Menschen vorbildlich in den Blick“, wie Schwester M. Basina betonte, und leisten deshalb mehr als – wie in der Einladung pointiert provokativ formuliert – Knochen-Arbeit.

Garanten des Erfolges

Die Konservative Orthopädie in den Loreley-Kliniken baut auf die manuelle Medizin, die psychologische Schmerztherapie und die Wirbelsäulenchirurgie. Die Schmerztherapie ist Anfang der 90er Jahre hinzu gekommen, weil damals immer deutlicher zutage trat, dass viele Rückenleiden psychosomatisch bedingt sind. 1996 schließlich wurde in Oberwesel die Wirbelsäulenchirurgie etabliert. Die Unfallchirurgie und die Gelenkchirurgie runden das Konzept ab. – So bieten die Loreley-Kliniken, und das ist bundesweit einmalig, „den Idealfall einer orthopädisch-unfallchirurgischen Abteilung, wo der Patient alles aus einer Hand bekommen kann und in echter Interdisziplinarität mit dem Schwerpunkt der Konservativen Orthopädie zusammengearbeitet wird“, stellte Dr. Matthias Psczolla in seiner Festansprache nicht ohne Stolz fest. Für ihn sind es übrigens vier Punkte, auf die sich der Erfolg der Abteilung gründet: Das passende Konzept; gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter; ein mutiger und innovativer Träger; sowie eine kluge Gesundheitspolitik sind in seinen Augen dafür ursächlich, dass die Konservative Orthopädie von 45 Betten im Jahre 1986 auf 135 Betten im Jahre 2016 wachsen wird.

Grundlegende Veränderungen

Keine Frage: Die Konservative Orthopädie ist eine Erfolgsgeschichte. Und trotzdem stehen den Loreley-Kliniken in den kommenden Jahren grundlegende Veränderungen ins Haus. Denn, das unterstrich Schwester M. Basina, „die Loreley-Kliniken werden auf Dauer nur als ein Krankenhaus mit einem Standort überlebensfähig sein“. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen lassen dem Träger kaum eine andere Wahl. (Das gilt übrigens nicht nur am Mittelrhein, sondern trägerweit, weil sich das Unternehmen als Flächenversorger mit in der Regel kleineren Krankenhäusern die wohnortnahe medizinische Versorgung der Bevölkerung auf seine Fahnen geschrieben).

Kräfte an einem Standort bündeln

Um wirtschaftlich bestehen zu können, so Schwester M. Basina, „müssen wir unsere Kräfte an einem Standort bündeln. Wann das sein wird, können wir Ihnen noch nicht sagen, und wir werden auch nichts übers Knie brechen.“ Dieser Standort wird – nicht zuletzt weil das Haus in St. Goar eine schlechte Bausubstanz hat – Oberwesel sein. Aber, das versprach Schwester M. Basina den Festgästen, man werde nach Mitteln und Wegen suchen, damit am Standort St. Goar ein für die Menschen der Region sinnvolles und innovatives neues Nutzungskonzept realisiert wird. – Dabei kann der Träger (siehe oben) auf die Unterstützung des Landes bauen; sicherlich auch deshalb, weil das Land zu schätzen weiß, dass sich Waldbreitbach gerade um die medizinische Versorgung in den oft dünn besiedelten Regionen kümmert und für das Land hier ein „ganz toller Partner“ ist, wie es Gesundheitsministerin Malu Dreyer betonte.

Und vielleicht, der Hoffnung gab Schwester M. Basina Ausdruck, gelingt es ja, für den Standort St. Goar ein Nutzungskonzept zu entwickeln, das ebenso innovativ und richtungsweisend ist wie vor 25 Jahren die Konservative Orthopädie. Und dann könnte man am Mittelrhein eine zweite Erfolgsgeschichte schreiben...

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