Sie haben "mit viel Engagement und Hartnäckigkeit diese Vision mit Leben erfüllt"

Ökumenisches Verbundkrankenhaus Trier (ÖVK): Gesellschafterverträge unterschrieben - Elisabethkrankenhaus Trier und Marienkrankenhaus Trier-Ehrang ab sofort ein Krankenhaus mit zwei Standorten

Sie sind davon überzeugt, dass das Ökumenische Verbundkrankenhaus ein Erfolgsmodell werden wird: Georg-Friedrich Lütticken, der Vorsitzende des Presbyteriums der Evangelischen Kirchengemeinde Trier, Bernd Weber, der Vorstandsvorsitzende der Agaplesion gAG, die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Malu Dreyer, Christa Garvert, die Spre-cherin der Geschäftsführung der Marienhaus GmbH, Michael Osypka, der Geschäftsführer der Marienhaus GmbH, und Rainer Kropp, der Geschäfts-führer des Ökumenischen Verbundkrankenhauses Trier (auf unserem Bild von links nach rechts). FOTO: Heribert Frieling

16.03.2011

Trier. Kurz vor Weihnachten 2009 hatten die AGAPLESION gAG, die Evangelische Kirchengemeinde Trier und die Marienhaus GmbH die Öffentlichkeit mit der Angekündigung überrascht, das (evangelische) Elisabethkrankenhaus und das (katholische) Marienkrankenhaus in Trier-Ehrang zu einem ökumenischen Verbundkrankenhaus zusammenführen zu wollen. Gesundheitsministerin Malu Dreyer unterstützte dieses Projekt mit Nachdruck, weil es dazu angetan ist, die Zukunft beider Krankenhäuser langfristig zu sichern und die Trägervielfalt in Trier zu wahren. Deshalb hatte das Land dem Zusammenschluss beider Häuser zu einem Krankenhaus mit zwei Standorten auch kurzfristig zugestimmt. - Knapp 15 Monate hat es gedauert, bis (es war an Aschermittwoch) in Frankfurt am Main die Gesellschafterverträge für das Ökumenische Verbundkrankenhaus Trier (ÖVK) unterschrieben werden konnten. Die AGAPLESION gAG, die Evangelische Kirchengemeinde Trier und die Marienhaus GmbH besiegelten damit die Gründung des ersten ökumenischen Verbundkrankenhauses in Rheinland-Pfalz. (Vielleicht, aber das weiß niemand definitiv zu sagen, ist dieses Konstrukt sogar deutschlandweit einmalig).

Bei der Pressekonferenz, die anlässlich der Vertragsunterzeichnung Mitte März im Dietrich-Bonhoeffer-Haus in Trier stattfand, dankte Malu Dreyer allen Beteiligten, "die mit viel Engagement und Hartnäckigkeit diese Vision mit Leben erfüllt haben". Das ÖVK sei "etwas ganz Besonderes", war sie sich mit den Trägervertretern einig.

Georg-Friedrich Lütticken, der Vorsitzende des Presbyteriums der Evangelischen Kirchengemeinde Trier, zeigte sich sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Als sich die Gemeinde vor zwei Jahren auf die Suche nach einem neuen Partner gemacht habe, da "haben wir uns bewusst dafür entschieden, unser Krankenhaus in den ökumenischen Verbund zu geben", betonte er. Und dem ökumenischen Gedanken "fühlen wir uns auch zukünftig verpflichtet."

Weil es in Deutschland kaum (oder eben keine) Vorbilder gibt, an denen sich die Partner bei der Ausarbeitung der Verträge hätten orientieren können, hat sich die Vertragsgestaltung vergleichsweise lange hingezogen, erläuterte Christa Garvert, die Sprecherin der Geschäftsführung der Marienhaus GmbH. Doch weil man gemeinsam das Ziel verfolgt habe, am Standort Trier etwas Neues und Gemeinsames zu wagen, sei es letztlich gelungen, die "Partnerschaft auf Augenhöhe" zu realisieren, ergänzte Vorstandsvorsitzender Bernd Weber AGAPLESION gAG.

Ab sofort haben die AGAPLESION gAG sowie die Evangelische Kirchengemeinde Trier die Mehrheit der Geschäftsanteile der Ökumenische Verbundkrankenhaus Trier gGmbH, die Mehrheit der Stimmrechte besitzt die Marienhaus GmbH. Das Ökumenische Verbundkrankenhaus ist Mitglied des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche im Rheinland; entsprechend gilt (für neue Mitarbeiter) auch das Arbeitsrecht der Evangelischen Kirche im Rheinland. - Im Rahmen der Zusammenführung der beiden Krankenhäuser wird es keine betriebsbedingten Kündigungen geben.

Geschäftsführer des ÖVK ist seit Sommer 2010 Rainer Kropp. Unterstützt wird er von den Mitgliedern der neu geschaffenen Leitungskonferenz. Das sind Stefan Eiden als Kaufmännischer Direktor, Gabriela Ostermann und Klaus Gallien als Pflegedirektoren sowie Dr. Carl-Stefan Schmitz und Prof. Dr. Dr. Holger Schwerdt als Ärztliche Direktoren.

Im Zuge des Zusammenschlusses wird am Standort Elisabethkrankenhaus ein Zentrum für Altersmedizin entstehen, dessen Kernstück eine neue Hauptfachabteilung für Geriatrie sein wird. Die Bauplanung ist in Abstimmung mit dem Ministerium bereits weit vorangeschritten. Und das Land, so Malu Dreyer, wird die Einrichtung der Geriatrie finanziell auch entsprechend unterstützen. Im Marienkrankenhaus sollen zusätzlich Behandlungsmöglichkeiten für Naturheilverfahren geschaffen werden - dieses Vorhaben befindet sich noch in der Planungsphase. Ansonsten sieht das medizinisch-strategische Konzept des ÖVK vor, dass am Standort Elisabethkrankenhaus (neben der Geriatrie) ein Zentrum für elektive operative orthopädische Eingriffe, die auch ambulant durchgeführt werden können, entstehen soll. Am Marienkrankenhaus sollen die Visceralchirurgie und die Traumatologie ausgebaut werden. Die Gynäkologie und Geburtshilfe wird es auch zukünftig an beiden Standorten geben.

Christa Garvert, Bernd Weber und Georg-Friedrich Lütticken sind davon überzeugt, dass das Ökumenische Verbundkrankenhaus ein Erfolg wird und das Elisabethkrankenhaus sowie das Marienkrankenhaus zu einem wettbewerbsfähigen und zukunftssicheren Krankenhaus mit zwei Standorten zusammenwachsen werden.

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