Mit dem neuen Gesundheitszentrum „hat die Bonner Altstadt an Attraktivität gewonnen“

Bonn: In das Gesundheitszentrum St. Johannes Hospital ist im letzten Jahr wieder Leben eingekehrt – ein Besuch

Von der Kölnstraße aus hat man jetzt freien Blick auf das Gesundheitszentrum. Die Mauer, die das Gelände jahrzehntelang abschirmte, ist dem Bagger zum Opfer gefallen.

13.01.2011

Bonn. Dass hier früher die Intensivstation mit ihren engen und dunklen Räumen war, das mag man gar nicht mehr glauben. Heute sind die Räume großzügig, hell und Licht durchflutet sowie mit viel Liebe zum Detail modern funktional eingerichtet. Die alten Gewölbedecken sind frei gelegt, ebenso der historische Fußboden (der war, wenn ich mich recht entsinne, einst mit dunkelgrünem PVC belegt). Hier nun haben im Mai 2010 Dr. Christian Fehring und Dr. Peter Mey ihre Internistische Gemeinschaftspraxis eröffnet. Früher waren sie als Ärzte im St. Johannes-Hospital (JOHO) beschäftigt, hatten dann jahrelang ihre Praxis schräg gegenüber vom JOHO. Die platzte aus allen Nähten, und so haben die beiden ihre Praxis nun in das neue Gesundheitszentrum St. Johannes Hospital verlegt. Und die beiden sind sehr angetan von ihrem neuen Domizil. Mit dem neuen Gesundheitszentrum „hat die Bonner Altstadt an Attraktivität gewonnen“, ist Dr. Christian Fehring überzeugt. Und seine Patienten sind begeistert.

Die ersten Gespräche, so sich erinnert Fehring, haben bereits vor rund fünfeinhalb Jahren stattgefunden. Damals, Ende 2005, musste das kleinste und zugleich älteste Bonner Krankenhaus seine Pforten schließen. Seither schien das Haus in eine Art Dornröschenschlaf gefallen zu sein. Und das, obwohl zum einen die Kapelle, in der jeden Sonntag morgen Messe gefeiert wird, „immer offen und gleichsam unsere Brücke zur Welt war“, wie sich Christoph Bremekamp, der Krankenhausobere des Bonner Gemeinschaftskrankenhauses, erinnert. Und zum anderen auch eine Praxis – nämlich die von Bernward von Loewenich, der in den Räumen der ehemaligen Ambulanz seine Gefäßchirurgische Praxis eröffnete – bereis im April 2006 hier einzog. Dennoch: So recht wollte es mit dem JOHO nicht voran gehen.

Es hat, so vermutet Dr. Christian Fehring, wohl so etwas wie einer Initialzündung bedurft, bevor das Gesundheitszentrum St. Johannes Hospital so richtig Fahrt aufgenommen hat. Dieser Durchbruch war zweifelsohne die Ansiedlung einer Dependence der LVR-Klinik: Der Landschaftsverband hat im November 2009 zwei offene psychiatrische Stationen mit insgesamt 40 Betten ins JOHO verlegt und kurz danach auch Teile der Institutsambulanz und der psychiatrischen Tagesklinik.

Zwischenzeitlich beherbergt das JOHO fünf Arztpraxen: eine Internistische, eine Gefäßchirurgische und eine Unfallchirurgische; dazu eine Praxis für Augenheilkunde sowie Dr. Christine Henke und Dr. Mirella Schumann, die in ihrer Zahnarztpraxis nur Kinder und Jugendliche behandeln. Auch eine Logopädin und eine Psychologin haben sich hier niedergelassen. Nicht zu vergessen das Sanitätshaus Hohn, das auch mit dem Gemeinschaftskrankenhaus eng zusammenarbeitet. Für sie alle hat man maßgeschneiderte Räumlichkeiten geschaffen – ein Grund sicherlich, warum sich alle im persönlichen Gespräch sehr positiv äußern, die Zusammenarbeit mit dem Gemeinschaftskrankenhaus loben und den besonderen Charme des Hauses hervorheben.

Das Gemeinschaftskrankenhaus hat in das Gesundheitszentrum St. Johannes Hospital nach den Worten von Projektleiterin Sarah Justen rund sechseinhalb Millionen Euro investiert. Von den 7.250 qm Netto-Mietfläche sind zwischenzeitlich 5.850 qm vermietet. Auf der Wunschliste der Verantwortlichen stehen aber nicht nur weitere Arztpraxen, sondern auch eine Apotheke und ein Bistro.

Drittes Standbein des Gesundheitszentrum St. Johannes Hospital ist das Ambulante OP-Zentrum (AOZ). In den vorhandenen OPs wird seit Mitte 2010 wieder operiert. Und dieses Angebot wird, wie Dr. Fabian Hottelet, Oberarzt der Anästhesie und Leiter des Ambulanten OP-Zentrums, berichtet, sehr gut angenommen. Es sind orthopädische, unfallchirurgische oder auch gynäkologische Eingriffe, die hier vorgenommen werden – auf dem gleich hohen Niveau und mit den Sicherheitsstandard wie im Gemeinschaftskrankenhaus. Nur persönlicher, ja geradezu familiär und in der Regel ohne lästige Wartezeiten. So wird es dann auch wohl nicht mehr lange dauern, bis der zweite Operationssaal in Betrieb genommen wird.

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