Die Fachschule für Altenpflege "passt gut zu uns"

Trier: Übertragung der Fachschule für Altenpflege von den Vereinigten Hospitien auf die Marienhaus GmbH gefeiert

Feierten Mitte November die Übertragung der Fachschule für Altenpflege von den Vereinigten Hospitien auf die Marienhaus GmbH: Christa Garvert, die Sprecherin der Geschäftsführung (5. von rechts), und Schulleiterin Anne Simon (links neben ihr), Schwester M. Basina Kloos, die Generaloberin der Waldbreitbacher Franziskanerinnen und Gesellschafterin der Marienhaus GmbH (3. von links), Domprobst Werner Rössel, der stellvertretende Vorsitzende des Verwaltungsrates der Vereinigten Hospitien (rechts im Bild), und die Schülervertreter der drei Kurse. FOTO: Heribert Frieling

17.11.2010

Trier. Sie ist die älteste Fachschule für die Altenpflege in Rheinland-Pfalz. Und so habe sich Schwester M. Basina, die nun mal ein Herz für die Ausbildung hat, auch nicht lange bitten lassen, als sie gefragt wurde, ob die Marienhaus GmbH von den Vereinigten Hospitien deren renommierte Fachschule für Altenpflege übernehmen wolle. Für diese Weitsicht dankte Christa Garvert, die Sprecherin der Geschäftsführung, der Gesellschafterin in ihrer Rede nachdrücklich. Mit der Fachschule für Altenpflege, so Garvert in der Feierstunde Mitte November, mit der der Trägerwechsel der Schule feierlich vollzogen wurde, schließt der Träger eine Lücke in seinem weit gefächerten Angebot der Aus-, Fort- und Weiterbildung: Eine Fachschule für Altenpflege hat im Portfolio der GmbH bisher gefehlt.

Für die Schule selbst ist dieser Trägerwechsel "ein denkwürdiger Tag", wie es Domprobst Werner Rössel, der stellvertretende Vorsitzende des Verwaltungsrates der Vereinigten Hospitien, in seiner Begrüßung im Gottesdienst formulierte. Mit dem Trägerwechsel zum Schuljahr 2010/11 geht für die Schule, die nach den Worten ihrer Leiterin Anne Simon "Veränderungen gewohnt und Sturm erprobt ist", eine Zeit der Ungewissheit zu Ende. Dass Dozenten wie Schüler in den neuen Träger große Erwartungen setzen, wer mag es ihnen verdenken?

1967 von den Vereinigten Hospitien und dem Caritasverband für die Diözese Trier gegründet, hat die Schule in 61 Kursen mehr als 1.400 Frauen und Männer (wobei diese mit rund 10 Prozent eine sehr überschaubare Minderheit darstellen) für den Beruf der Altenpflegerin respektive des Altenpflegers ausgebildet. Dies war, wie Schulleiterin Anne Simon in ihrer Rede skizzierte, anfangs eine nur einjährige Ausbildung, wurde 1979 um ein zweites Jahr (das so genannte Anerkennungsjahr) erweitert. Erst seit 1991 ist auch die Altenpflege eine dreijährige Ausbildung. - Aktuell verfügt die Schule über 74 Ausbildungsplätze in der Altenpflege und zehn Plätze für die Altenpflegehilfe und kooperiert in der Ausbildung mit 23 stationären Altenpflegeeinrichtungen und acht ambulanten Pflegediensten im Großraum Trier.

Die Fachschule für Altenpflege ist das jüngste Kind der Trägerschaft. "Und sie passt gut zu uns", unterstrich Christa Garvert. Denn wenn sie auf der Homepage der Schule lese, diese wolle ihre Schülerinnen und Schüler befähigen, alte Menschen fachlich und menschlich kompetent und unter Wahrung ihrer Identität zu unterstützen, zu begleiten, zu beraten und zu pflegen, dann - so Garvert - "kann ich nur sagen, dass sich unsere Wertvorstellungen decken". Und wenn es dort weiter heiße, die Schule unterstütze ihre Schülerinnen und Schüler bei der Entwicklung fachlicher, methodischer, sozialer und personaler Kompetenzen sowie eigener Werthaltungen und fördere ihre Weiterentwicklung als verantwortungsbewusste Pflegepersönlichkeiten, so "kann ich auch das unbesehen unterschreiben".

Die Gesellschaft verändert sich; und auch in der Pflege wird es tief greifende Umbrüche geben. Auf diese Herausforderungen, so Garvert weiter,  "müssen wir Antworten geben und Konzepte entwickeln, wie Altenpflege in Zukunft aussehen soll, wie das Leben mit und das Zusammenleben von älteren Menschen für alle Beteiligten sinnvoll und lebenswert gestaltet werden könnte." Der Träger baut darauf, dass sich die Fachschule für Altenpflege in diese Prozesse mit einbringen und diese mit ihren Ideen und Vorschlägen bereichern wird.

Aber nicht nur der Pflege, auch der Schule stehen Veränderungen ins Haus. Der Mietvertrag endet im Sommer 2011. (Wobei die Vereinigten Hospitien die Schule sicher nie auf die Straße setzen würden). Aber es soll nicht nur eine neue Bleibe für die Fachschule gefunden werden, "wir suchen im wahrsten Sinne des Wortes auch nach neuen Wegen, die Fachschule für Altenpflege in einen größeren Ausbildungsverbund einzubetten", so Christa Garvert.

Wie der aussehen könnte, war Mitte November noch nicht entschieden. Aber die Schule ist ja bekanntlich Veränderungen gewohnt und Sturm erprobt...

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