Stationäres Hospiz will 2024 Versorgungslücke in der Region schließen

Neubau des ersten Hospizes in Neuwied nimmt die letzten Hürden Oberbürgermeister Jan Einig begrüßt das große Engagement der Träger

Foto: Peter Seydel

04.08.2022

Neuwied. Nun ist es endlich soweit. Nachdem der Bebauungsplan für den geplanten Standort des ersten stationären Hospizes am Aubach in Neuwied angepasst, vom Stadtrat einstimmig verabschiedet sowie von Oberbürgermeister Jan Einig unterzeichnet wurde, beginnt nun die Umsetzungsphase. Im zweiten Quartal 2024 sollen dann die ersten Gäste dort eine kompetente, lebensbejahende und würdevolle Begleitung auf den letzten Metern ihres Lebens erhalten.

 

Modern und dennoch einladend warm und menschlich wird das „Rhein-Wied Hospiz“, so der Name der zukünftigen Einrichtung, bis zu 12 Menschen als Gäste stationär aufnehmen sowie bis zu sechs weitere Menschen in einer palliativen Lebensphase im integrierten Tageshospiz ambulant betreuen. Getragen wird das Rhein-Wied Hospiz von der „Hospiz für den Landkreis Neuwied gGmbH“ (Hospiz gGmbH), in der sich die Marienhaus GmbH, der Neuwieder Hospizverein e.V., die DRK gemeinnützige Krankenhaus GmbH Rheinland-Pfalz und die Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz e.V. zusammengefunden haben.

 

Christoph Drolshagen, Geschäftsführer der neuen Gesellschaft: „Der Bauantrag ist nun gestellt. Unser Plan ist es, zu Beginn des kommenden Jahres den ersten Spatenstich zu machen. Die Bauzeit wird gut ein Jahr betragen, so dass wir damit rechnen, im zweiten Quartal 2024 unsere Türen für hilfesuchende Menschen öffnen zu können.“

 

Der Bedarf zur Betreuung und Pflege schwerstkranker und sterbender Menschen in der Region ist groß, was sich auch auf den Palliativstationen des Marienhaus Klinikum St. Elisabeth Neuwied, des DRK-Krankenhauses sowie in der Auslastung des Ambulanten Hospiz Neuwied zeigt.

 

Jan Einig, Oberbürgermeister der Stadt Neuwied: „Wir freuen uns sehr, dass wir bald ein Hospiz in unserer Stadt haben werden, um den schwerstkranken Menschen und ihren Angehörigen eine kompetente Hilfe bieten zu können. Wir sehen immer wieder, dass auch jüngere Menschen und ihre engsten Angehörigen Unterstützung in der letzten Lebensphase suchen und bald nicht mehr weite Wege auf sich nehmen müssen.“

 

Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf 7,4 Millionen Euro. Finanziell getragen wird es aus Geldern der in der Hospiz gGmbH engagierten Träger sowie Spenden. Dazu Rainer Kaul, Präsident des DRK Landesverbandes Rheinland-Pfalz und Landrat a.D.: „Wir alle haben uns sehr über eine erste Großspende von der Else-Schütz-Stiftung in Montabaur gefreut, die das Projekt mit 1,25 Millionen Euro unterstützen wird. Allerdings wollen und müssen wir in der Hospiz gGmbH in den kommenden Monaten weitere 800.000 Euro an Spenden für den Bau des Rhein-Wied Hospiz sammeln, zumal sich die Kosten in den vergangenen Monaten stark erhöht haben. Wir freuen uns über jeden einzelnen finanziellen Beitrag.“

 

Die Hospiz gGmbH plant bis zur Eröffnung diverse Maßnahmen in der Region sowie in den Medien, um die Menschen über den Baufortschritt zu informieren und dabei Spenden einzusammeln. Zudem freut man sich auch über Unternehmer und Unternehmen aus der Region, die ihren Möglichkeiten entsprechend dem Schritt der Else-Schütz-Stiftung folgen.

 

Spenden mit dem Vermerk „Rhein-Wied Hospiz“ können überwiesen werden auf die folgenden Spendenkonten:

 

Neuwieder Hospiz e.V.

IBAN: DE46 5745 0120 0024 0022 14

Bei der Sparkasse Neuwied

 

Waldbreitbacher Hospiz-Stiftung

IBAN: DE03360602950000031313

Bei der Bank im Bistum Essen

 

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