Gynäkologie und Geburtshilfe: Versorgung für das Ahrtal gesichert

Die Marienhaus-Gruppe freut sich, die Geburtshilfe und Gynäkologie in unserem Krankenhaus Maria Hilf in Bad Neuenahr fortsetzen zu können. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag für die Zukunft des gesamten Ahrtals.

13.06.2022

Bad Neuenahr-Ahrweiler/Kreis Ahrweiler. Nachdem die frühzeitige Ansprache rund 100 fachlich geeigneter Medizinerinnen und Mediziner keine Nachfolgeregelung für das altersbedingte Ausscheiden von Chefarzt Dr. Josef Spanier und eines Oberarztes hervorbrachte, ist die Marienhaus-Gruppe in die Offensive gegangen und hat erstmalig über eine breite Medienkampagne potenzielle Nachfolger/innen angesprochen. Am 14. März startete die Kampagne mit Radio-Spots, Großplakaten in mehrere westdeutschen Städte, Videos und Social Media. Mit Erfolg: Im Rahmen einer Pressekonferenz stellte das Unternehmen in christlicher Trägerschaft das Ergebnis vor: Ein neuer Chefarzt und ein neuer Oberarzt werden zum 1. September 2022 ihren Dienst im Ahrtal beginnen.

 

Franziskanische Tradition als Triebfeder

„Uns war es wichtig, in guter franziskanischer Tradition mit unserer Zuwendung zu den Menschen einen Beitrag für die Region zu leisten. Der Bereich Geburtshilfe im Marienhaus Klinikum im Kreis Ahrweiler war immer ein qualitativ hochwertiger und verlässlicher Partner für werdende Mütter – auch wenn er nicht die Anzahl an Geburten aufweisen konnte, die in der öffentlichen Diskussion als Mindestmenge oft kolportiert wird,“ so Jochen Messemer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Marienhaus-Gruppe. „Daher freuen wir uns sehr, die Geburtshilfe und Gynäkologie hier fortsetzen zu können.“

 

Das Team steht

Dr. Haydar Altamini (53) als Chefarzt und Dr. Hussein Hannan (41) als Oberarzt werden zum 1. September 2022 die Abteilung fortführen. Bis dato wird Chefarzt Dr. Josef Spanier den Eintritt in seinen Ruhestand ein wenig aufschieben und für einen guten Übergang an seinen Nachfolger sorgen. Unterstützt wird er von der Oberärztin Frau Dr. Barbara Schlesinger, die auch weiterhin als Leitende Oberärztin der Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe tätig sein und das Brustzentrum als Senior-Operateurin führen wird.

 

Der Schritt in die Öffentlichkeit war notwendig geworden, da neben den grundsätzlichen Herausforderungen des ländlichen Raumes (Verkehr, Freizeit, Interessen junger Menschen) das Image der Region Ahr und die Unkenntnis über den aktuellen großen Fortschritt zur Bewältigung der Flutfolgen die Situation deutlich erschwerten.

 

Situation an der Ahr weiterhin herausfordernd

Auch kurzfristig kann die besonders herausfordernde personelle Situation im ländlich geprägten Ahrtal immer wieder Auswirkungen mit sich bringen, die es gilt, professionell zu lösen. So hat – sehr erfreulich – der Klapperstorch unerwartet auch intern im Krankenhaus Maria Hilf zugeschlagen. Innerhalb der letzten beiden Wochen erfolgten in der Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe fünf (5) Schwangerschaftsmeldungen, zu denen sich noch zwei Krankmeldungen gesellten. Unter diesen „Ausfällen“ sind allein sechs Ärztinnen.

 

Umfassende Leistungen sichergestellt

 

Dennoch sind wir im Ahrtal in der Lage:

 

  • das gesamte Leistungsspektrum Gynäkologie weiterhin anbieten zu können: OPs, Diagnostik, Krebstherapie, Vorsorge.
  • alle Sprechstunden für Gynäkologie und Geburtshilfe weiterhin bestehen zu lassen.
  • die Beratung durch Hebammen und die Erreichbarkeit der Hebammen 24/7 zu gewährleisten.
  • alle Elternschule-Programme und -Kurse weiter anzubieten.

 

Jedoch muss der Kreissaal vom 13.06.22 an für 6 Wochen (bis 24.07.22) aus eingangs genannten Gründen schließen. Natürlich sind das Marienhaus Klinikum im Kreis Ahrweiler und die Region gut vorbereitet:

 

  • Wir müssen diesen Schritt aus Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeitenden gehen.
  • Wir – insbesondere unser Chefarzt Dr. Spanier und sein gesamtes Team – haben im Umfeld alles organisiert und alle informiert, so dass NIEMAND Sorge haben muss. Alle werdenden Mütter sind in diesem kurzen Zeitraum bestmöglich versorgt.
  • Alle für den Zeitraum mit Geburtstermin errechneten Patientinnen sind persönlich informiert.
  • Alle niedergelassenen Frauenärzte/innen sind informiert.
  • Die Verbund-Krankenhäuser GKH Bonn und MHK Neuwied sind informiert und stehen jederzeit bereit.
  • Zusätzlich sind weitere Kliniken informiert.

 

Zugleich nutzen wir die Zeit, um notwendige Renovierungsarbeiten in dem Bereich durchzuführen. Wir freuen uns schon jetzt darauf, ab dem 25. Juli 2022 die besonders familiäre Atmosphäre einer ortsnahen Entbindung in unserem Kreissaal wieder zu ermöglichen.

 

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