Zentrales Grundversorgungs-Klinikum in Ahrtal sucht ein neues Ärzte- und Hebammenteam für seine Frauenklinik

Breit angelegte Recruitingkampagne der Marienhaus-Gruppe, um drohende Schließung von Frauenklinik und Geburtshilfe zu vermeiden. Spätfolgen der Ahr-Flut sowie bevorstehende Ruhestände sorgen für schwierige Personalsituation

14.03.2022

Bad Neuenahr-Ahrweiler/Kreis Ahrweiler. Jährlich verschwinden immer mehr Frauenkliniken von der Landkarte der gynäkologischen und geburtshilflichen Versorgung. Damit dem flutgebeutelten Ahrtal nicht dasselbe Schicksal ereilt, startet das Marienhaus Klinikum im Kreis Ahrweiler gemeinsam mit seinem Träger, der Marienhaus-Gruppe, eine großangelegte Recruitingkampagne. Erklärtes Ziel: Ein neues motiviertes Ärzte- und Hebammenteam für die Frauenklinik des Krankenhauses Maria Hilf in Bad Neuenahr zu gewinnen. „Unser Wunsch ist es, eine familiäre Geburtshilfe sowie eine hochwertige gynäkologische Versorgung vor Ort zu erhalten und im Ahrtal nach der Flutkatastrophe in eine sichere Zukunft zu führen“, erklärt Dr. Jochen Messemer, Vorstand der Geschäftsführung der Marienhaus-Gruppe, und appelliert dabei an die vielzitierte SolidAHRität.

 

Diagnostik und Therapie von Krebserkrankungen

„Wir bieten den neuen Kolleginnen und Kollegen eine attraktive und verantwortungsvolle Führungsposition mit viel Gestaltungsspielraum in einer modern eingerichteten Klinik“, sagt Thorsten Kopp, Kaufmännischer Direktor des Marienhaus Klinikums im Kreis Ahrweiler. Die Diagnostik und Therapie von Krebserkrankungen bilden einen besonderen Schwerpunkt der Abteilung. Frauen, die an Brustkrebs erkrankt sind, erhalten im interdisziplinären Brustzentrum eine Behandlung nach höchsten medizinischen Standards.

 

Die Geburtshilfe des Klinikums ist in der Region für ihre familiäre Atmosphäre und persönliche Betreuung bekannt. Im Kreißsaal werden jährlich rund 450 Babys entbunden. Hinzu kommen ca. 1.300 gynäkologische Operationen. „Ein großes Entwicklungspotential sehen wir außerdem im Bereich der Uro-Gynäkologie“, ergänzt Dr. Josef Spanier, Chefarzt der Frauenklinik im Krankenhaus Maria Hilf.

 

Neben der Tatsache, dass sich im Frühsommer 2022 fast gleichzeitig Chefarzt und Oberarzt in den Ruhestand verabschieden und entsprechende Bemühungen um Nachfolgeregelungen in 2021 nicht fruchteten, stellt nach wie vor das durch die dramatische Flut beschädigte Image der Region eine große Herausforderung für die Gewinnung von qualifizierten medizinischen und pflegenden Mitarbeitenden dar. Beidem will die Marienhaus-Gruppe mit dieser Kampagne entgegentreten und Menschen ansprechen, die langfristig einen Beitrag für die Zukunft der Region leisten wollen.  

 

Unterstützung durch politische Entscheidungsträger

Um die drohende Schließung der Frauenklinik abzuwenden, arbeitet das Klinikum eng mit den politischen Entscheidungsträgern auf lokaler sowie auf Landesebene zusammen. Cornelia Weigand, Landrätin des Kreises Ahrweiler, zögerte nicht, ihre Unterstützung zuzusagen: „Insbesondere vor dem Hintergrund der Flutkatastrophe ist es für die Menschen im Kreis Ahrweiler sehr wichtig, dass die gynäkologische sowie geburtshilfliche Versorgung hier weiterhin wohnortnah sichergestellt sind. Es geht darum, gerade auch für junge Familien ein attraktives Wohnumfeld mit der notwendigen medizinischen Infrastruktur vor Ort anzubieten. Es ist mir daher ein wichtiges Anliegen, den anstehenden Generationenwechsel in der Leitung der Fachabteilung zu unterstützen.“

 

Großangelegte Recruitingkampagne

Neben Online-Stellenanzeigen setzt die Marienhaus-Gruppe bei der Nachfolgersuche auf überregionale Plakat- und Radiowerbung sowie eine umfassende Social-Media-Kampagne. Umfangreiche Informationen zu den ausgeschriebenen Stellen finden Interessenten auf einer eigens eingerichteten Kampagnenseite: www.marienhaus-klinikum-ahr.de/teamgyn. Neben Chefarzt, Oberarzt und Hebammen sucht das Krankenhaus übrigens auch Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung sowie Pflegekräfte.

 

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