Kloster Ehrenstein bleibt als Ort des Gebets und des geistlichen Lebens erhalten

Kloster Ehrenstein feierlich eröffnet – Joachim Kardinal Meisner segnete die Räumlichkeiten des Geistlichen Zentrums

Generaloberin Schwester M. Basina Kloos hieß die Gäste im Kreuzgang von Kloster Ehrenstein willkommen und betonte, wie wichtig es sei, „dass Gottes Segen das künftige Wirken des Geistlichen Zentrums begleitet“.

20.04.2010

Neustadt/Wied-Ehrenstein. Die Wunder Gottes ereignen sich stets im Abseits, nie im Mittelpunkt der Weltgeschichte. Auch Kloster Ehrenstein, so Joachim Kardinal Meisner in seiner Predigt, liegt abseits. Aber hier habe sich Gott „ein Haus bereitet, um den Menschen nahe zu sein“. Der Kölner Erzbischof war Mitte März in das idyllisch gelegene Kloster Ehrenstein nahe Neustadt an der Wied gekommen, um den Festgottesdienst zur Eröffnung des Geistlichen Zentrums zu zelebrieren und die Räumlichkeiten einzusegnen. Im Gottesdienst und dem anschließenden Empfang schwang unüberhörbar die Freude mit, dass es gelungen ist, mit den Waldbreitbacher Franziskanerinnen und der Marienhaus GmbH Partner zu finden, die das vor über 500 Jahren gestiftete Kloster wieder neu mit Leben erfüllen. Kloster Ehrenstein, in dem über Jahrhunderte Kreuzbrüder und bis Ende 2007 für eine kurze Zeit auch Patres vom Orden der Montfortaner segensreich tätig waren, bleibt als Ort des Gebets und des geistlichen Lebens erhalten, versprach denn auch Christa Garvert, die Sprecherin der Geschäftsführung.

Besinnung – Impulse – Kultur, das sind die drei Säulen, auf denen Kloster Ehrenstein ruhen soll. Hier sollen Menschen wirksame Unterstützung in ihrem Alltag bekommen, aber auch Hilfe bei der Bewältigung belastender Lebenskrisen erfahren. Deshalb werden Exerzitien und spirituelle Begleitungen, Gesprächskreise zu biblischen, ethischen und ökumenischen Themen zum Angebot gehören. Aber es wird auch offene Betreuungsangebote, kunst- und kulturgeschichtliche Vorträge, Ausstellungen mit sakralen Kunstwerken oder auch biblische Kochkurse in dem historischen Gemäuer geben. – Hierfür stehen mit dem Kreuzgang, dem alten Kapitelsaal und dem Kaminzimmer reizvolle Räumlichkeiten zur Verfügung. Für Übernachtungsgäste gibt es im ersten Stockwerk zehn schlichte Zimmer.

Profil wird Kloster Ehrenstein sicher auch durch die religiöse Wohngemeinschaft im ersten Dachgeschoss gewinnen. Hier werden zwei Waldbreitbacher Franziskanerinnen einziehen: Schwester M. Engeltraud Bergmann und Schwester M. Therese Nolte. Zusammen mit interessierten Frauen, die hier ebenfalls leben sollen, werden sie sich in die Arbeit des Geistlichen Zentrums einbringen.

Für den Neuwieder Hospiz-Verein ist Kloster Ehrenstein zwischenzeitlich schon zur zweiten Heimat geworden. Von hier aus wird die Arbeit im Asbacher Land, also dem nördlichen Teil des Kreises Neuwied, koordiniert. Hier bietet der Verein das Café für Trauernde an; hier findet die Ausbildung von ehrenamtlichen Hospizhelferinnen und -helfern statt.

Es ist also ein bunter Strauß vielfältiger Angebote, die Kloster Ehrenstein zum Geistlichen Zentrum machen, zu einem pastoral-caritativen Ort. In dieser von Ruhe und Besinnlichkeit geprägten Atmosphäre soll das möglich werden, was sonst zunehmend schwer fällt, nämlich „zu reden und zu reflektieren über den eigenen Glauben, um so die eigene Spiritualität zu vertiefen und Wege zu finden, sie im Alltag glaubhaft zu leben“, wie es Christa Garvert treffend formulierte.

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