Voneinander lernen und aufeinander zugehen

Das Projekt Gemeinsam VorAB bereitet Geflüchtete auf eine Ausbildung im Gesundheitswesen vor – Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler informierte sich vor Ort

Sabine Bätzing-Lichtenthäler im Gespräch mit den Teilnehmern des Projektes Gemeinsam VorAB. Foto: Heribert Frieling

19.08.2019

Neuwied. Anfangs sei man sicherlich ein wenig zu optimistisch an die Arbeit gegangen. Deshalb, so Therese Schneider, seien die ersten Gehversuche auch noch sehr holprig gewesen. Nachdem man aber die Stellschrauben entsprechend nachjustiert habe, läuft es nach den Worten der Oberin des Marienhaus Klinikums deutlich besser. Die Rede ist vom Modellprojekt Gemeinsam VorAB. Ziel ist es, Geflüchtete auf eine Ausbildung im Gesundheitsbereich vorzubereiten. Projektpartner sind das Heinrich-Haus in Engers, das Marienhaus Klinikum St. Elisabeth und das Jobcenter Neuwied. – Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler informierte sich Mitte August vor Ort über das Projekt, sprach mit den Beteiligten und vor allem mit den jungen Frauen und Männern, die sich dank Gemeinsam VorAB auf einen Start ins Berufsleben in ihrer neuen Heimat vorbereiten.

Integration kann nur gelingen, wenn man die Sprache erlernt und eine Arbeit findet, von der man seinen Lebensunterhalt bestreiten kann. In den zurückliegenden zweieinhalb Jahren haben alle Beteiligten aber feststellen müssen, dass neben guten Deutschkenntnissen (die Teilnehmer sollen am Ende die B2-Prüfung schaffen) das interkulturelle Lernen der Schlüssel zum Erfolg ist; denn die kulturellen und sozialen Unterschiede sind weit größer, als man es anfangs gedacht hat. So steht interkulturelle Kompetenz auf dem Lehrplan – die jungen Leute drücken vier Tage die Woche im Heinrich-Haus die Schulbank – ganz oben. Aber, auch das hat sich gezeigt. Gelingen kann dies nur, „wenn wir voneinander lernen und aufeinander zugehen“, wie Siegbert Esser vom Heinrich-Haus es formulierte. Und das ist ein langwieriger und oft mühsamer Prozess und eine Herausforderung.

Die Zahlen sprechen dennoch mittlerweile für sich: Von den insgesamt 60 Frauen und Männern, die vom Jobcenter für eine Teilnahme am Modellprojekt identifiziert wurden, nach dem Schnupperpraktikum im Marienhaus Klinikum im Heinrich-Haus die Schulbank drückten und dann ihr Ausbildungspraktikum im Marienhaus Klinikum absolvierten, haben immerhin 14 eine Ausbildung in der Krankenpflege, als Operations-Technischer Assistent oder als Medizinisch-Technischer Radiologieassistent begonnen. Sechs weitere haben eine anderweitige Beschäftigung aufgenommen.

Sabine Bätzing-Lichtenthäler dankte den Projektträgern, dass sie diese „große Herausforderung, die allen viel abverlangt“ auf sich genommen haben und dieses Projekt, das vom Land Rheinland-Pfalz finanziell gefördert wird, weiterführen wollen.

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