Die rote Nase macht‘s

Hanna Hitzig und Oskar Lustig besuchen einmal im Monat die Patienten der Geriatrie – unterwegs mit den Geronto-Clowns

15.08.2019

Neustadt an der Weinstraße. „Hinter jeder Tür öffnet sich eine Wundertüte“, sagt Gerlinde Numrich und beschreibt damit sehr anschaulich, wie anspruchsvoll und gleichzeitig unkalkulierbar ihre Arbeit ist. Zusammen mit ihrem Kollegen Gerhard Vollmar kommt sie an jedem dritten Montag im Monat ins Marienhaus Klinikum Hetzelstift, um die Patientinnen und Patienten der Geriatrie zu besuchen. Dann nennen sie sich allerdings Hanna Hitzig und Oskar Lustig; denn die beiden sind ehrenamtlich als Geronto-Clowns unterwegs. Und als solche spulen sie nicht etwa ein Programm ab, sondern gehen auf die Menschen zu, versuchen, mit ihnen Kontakt aufzunehmen oder ins Gespräch zu kommen. Das ist nicht immer ganz einfach, aber es genügen oft ein paar Kleinigkeiten, um das Eis zu brechen. Insbesondere eine dieser Kleinigkeiten gibt den beiden einen enormen Vertrauensvorschuss: „Die rote Nase macht’s“, sagt Hanna Hitzig.

Gerlinde Numrich ist vom Fach. Beruflich arbeitet sie seit vielen Jahren mit Senioren, hat auch eine Ausbildung für die Betreuung von demenzkranken Menschen absolviert. Gerhard Vollmar dagegen ist von Hause aus Ingenieur und ein „Kopfmensch“, wie er selbst zugibt. Vor zwei Jahren ist er aus dem aktiven Berufsleben ausgeschieden, hat sich ein paar neue ehrenamtliche Jobs gesucht, weil er „etwas Sinnvolles“ machen wollte. Einer davon ist der des Geronto-Clowns. „Bei dem muss ich das Herz sprechen lassen“.

Ihre Ausbildung haben die beiden im Rahmen des Modellprojektes Geronto-Clowns für Menschen mit Demenz im Krankenhaus absolviert. Das Projekt ist ein Baustein in der Demenzstrategie des Landes Rheinland-Pfalz und soll helfen, Menschen mit Demenz den Aufenthalt im Krankenhaus zu erleichtern. Eines der 16 Krankenhäuser, die sich an diesem Modellprojekt beteiligen, ist das Marienhaus Klinikum Hetzelstift. – Gott sei Dank; denn „wir sind froh, dass die Geronto-Clowns zu uns kommen“, sagt Dr. Wiltrud Brech, die Chefärztin der Geriatrie. Deren Besuche nämlich seien „eine ganz wichtige Ergänzung unserer Therapie“.

Es ist tatsächlich bemerkenswert zu sehen, wie die Patientinnen und Patienten auf Hanna Hitzig und Oskar Lustig reagieren. Schaut der eine oder andere anfangs noch etwas zurückhaltend oder skeptisch auf die beiden Figuren in ihren bunten Kostümen, so wird spätestens dann daraus ein heiteres Miteinander, wenn Oskar Lustig auf seiner Gitarre ein altes Volkslied anstimmt. Und selbst die alte Dame, die etwas mürrisch auf der Bettkante sitzt und ihrem Glück gar nicht so richtig trauen will, taut auf, als Hanna Hitzig sich zu ihr gesellt und mit dem Maßband ihre Geduld misst. So bringen die beiden für einen Moment etwas Leichtigkeit ins Leben der Patienten. Und diese Besuche wirken nach, wie Krankenschwester Anke Gassner erzählt.

Seit Februar kommen Gerlinde Numrich und Gerhard Vollmar als Geronto-Clowns ins Haus. Ihr Job sei anstrengend, sagen die beiden; denn sie müssen viel improvisieren, schließlich sind die Patienten sehr unterschiedlich. Und da sie erst ein paar Monate gemeinsam unterwegs sind, fehle ihnen es ja auch noch ein wenig an Routine. (Wobei jeder, der sie sieht, sie für ein eingespieltes Team hält). Gleichzeitig sei dieser Job sehr motivierend, sagen sie. – Wer sie einen Nachmittag begleitet hat, der kann beides nur unterstreichen.

Hier gelangen Sie auf die Homepage des Marienhaus Klinikums Hetzelstift Neustadt/Weinstraße

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