Die Versorgung der kardiologischen Patienten soll weiter verbessert werden

Kardiologisches Netzwerk des nördlichen Rheinland-Pfalz gegründet – offen für weitere Partner aus der Region

Die drei Initiatoren des Kardiologischen Netzwerkes des nördlichen Rheinland-Pfalz: Privatdozent Dr. Felix Post, Dr. Burkhard Hügl und Dr. Theodoros Ballidis (von links). Foto: red

14.05.2018

Neuwied. Patienten mit einem Herzinfarkt sind darauf angewiesen, dass niedergelassene Ärzte, Rettungsdienst und Krankenhaus schnell, reibungslos und eng zusammenarbeiten; denn das erhöht ihre Überlebenschancen deutlich. Um die Versorgung von kardiologischen Patienten im nördlichen Rheinland-Pfalz weiter zu verbessern, hat sich Ende April das Kardiologische Netzwerk des nördlichen Rheinland-Pfalz gegründet. Initiatoren dieser trägerübergreifenden Kooperation sind Privatdozent Dr. Felix Post, der Chefarzt der Klinik für Innere Medizin/Kardiologie am Katholischen Klinikum Koblenz-Montabaur; Dr. Burkhard Hügl, der Chefarzt der Klinik für Innere Medizin – Kardiologie/Rhythmologie am Marienhaus Klinikum St. Elisabeth Neuwied; und Dr. Theodoros Ballidis, der Chefarzt der Inneren Medizin/Kardiologie am Krankenhaus Maria Hilf in Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Bei der Auftaktveranstaltung im Engerser Schloss machten die Drei gleichwohl deutlich, dass sie „für weitere Partner aus der Region jederzeit offen“ seien, wie es Burkhard Hügl formulierte. Dazu zählen neben dem DRK beispielsweise auch die Krankenhäuser in Linz, Dierdorf und Selters sowie das DRK-Krankenhaus in Neuwied. Das Kardiologische Netzwerk des nördlichen Rheinland-Pfalz baut auf „Offenheit, auf Vernetzung und gemeinsame Projekte“, unterstrich auch Marienhaus-Geschäftsführer Dr. Günter Merschbächer. Deshalb sei dieses Netzwerk auch keine Konkurrenz zum Herzinfarktnetz Eifel, sondern verstehe sich als Ergänzung und wolle dessen Strukturen auf andere Regionen im Lande übertragen. – Diese Netzwerke, die die Versorgungsstrukturen koordinieren und so die Versorgung der Patienten verbessern wollen, sind auch ganz im Sinne der Landesregierung, wie Dr. Silke Heinemann aus dem Gesundheitsministerium unterstrich.

Um die kardiologischen Patienten – unter ihnen werden die Herzinfarktpatienten die größte Gruppe bilden – schnell und qualitativ gut versorgen zu können, wollen die Netzwerker gemeinsam in die Schulung des Personals in den Kliniken wie im Rettungsdienst investieren; die Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten intensivieren, um so die Qualität in der Patientenversorgung zu sichern; die Bevölkerung mit Informationsveranstaltungen aufklären und sich auch in der Versorgungsforschung engagieren.

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