An ihre neue Aufgabe ist sie eher zufällig gekommen

Hochwald Altenzentrum St. Klara: Corina Wagner ist seit Jahresbeginn als Mitarbeiterin in der Seelsorge tätig – trägerübergreifendes Projekt auf Bistumsebene

Als Lektorin und Kommunionhelferin hat Corina Wagner bisher schon im Gottesdienst mitgewirkt. Seit Jahresbeginn arbeitet sie als Mitarbeiterin in der Seelsorge im Hochwald Altenzentrum St. Klara in Hermeskeil. Foto: Heribert Frieling

11.12.2017

Hermeskeil. Dass regelmäßig, und zwar nicht nur an Sonn- und Feiertagen, in den Senioreneinrichtungen Gottesdienste stattfinden, das hat die trägereigenen Alten- und Pflegeheime immer ausgezeichnet. Nur: Der wachsende Priestermangel bringt es mit sich, dass es immer weniger Geistliche gibt, die ihren Ruhestand in einem Seniorenheim verbringen, dort täglich die hl. Messe lesen und die Bewohnerinnen und Bewohner auch noch ein Stück weit seelsorgerisch begleiten können und wollen. Parallel gibt es immer weniger Ordensfrauen, die in den Einrichtungen leben und (ehrenamtlich) arbeiten und damit den Geist des Hauses mit prägen. Ganz zu schweigen davon, dass auch die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schwindet, die in einer Weise christlich sozialisiert sind, dass sie die Bewohnerinnen und Bewohner in ihrem Glauben verstehen und beispielsweise durch das Kirchenjahr mit all seinen Festen begleiten können. – Vor diesem Hintergrund hat das Bistum Trier mit fünf katholischen Trägern – der Caritas Trägergesellschaft Saarbrücken, der cusanus trägergesellschaft trier, den Barmherzigen Brüder aus Trier, den Franziskanerbrüdern vom Heiligen Kreuz aus Hausen und der Marienhaus Stiftung – zusammen mit dem Diözesancaritasverband Trier ein Modellprojekt auf den Weg gebracht, um die Seelsorge in den Alten- und Pflegeheimen auf ein breiteres Fundament zu stellen.

Corina Wagner gehört zu denjenigen, die im zurückliegenden Jahr an der ersten Fortbildung teilgenommen haben. Seit Jahresbeginn nun ist sie als Mitarbeitende in der Seelsorge (die etwas vage Bezeichnung deutet darauf hin, dass die Absolventen ihren Platz in der Einrichtung, aber auch im kirchlichen Umfeld noch finden müssen) im Hochwald Altenzentrum St. Klara in Hermeskeil tätig. Von ihrer 80-Prozent-Stelle entfallen wie bisher 50 Prozent auf ihre Arbeit als Betreuungsassistentin; nur dass sie diese nicht mehr allein in der Tagespflege, sondern im ganzen Haus ausübt. Die restlichen 30 Prozent stehen ihr für ihre seelsorgerische Arbeit zur Verfügung.

An ihre neue Aufgabe ist Corina Wagner eher zufällig gekommen. Als neue Mitarbeiterin – sie hatte im August 2016 im Hochwald Altenzentrum begonnen – nahm sie im Herbst am Trägertag in Waldbreitbach teil. Da, so erzählt sie, habe Schwester Marianne vom Vorstand der Marienhaus Stiftung dieses Seelsorge-Projekt vorgestellt. Und sie habe Schwester Marianne dort spontan angesprochen und ihr Interesse an dieser Fortbildung signalisiert. Die Motivation dazu „kam aus mir heraus“, sagt sie und ergänzt, dass sie halt auch aus einem (wie man so schön sagt) gut katholischen Elternhaus stamme.

Die Fortbildung in Trier – aus den Reihen des Trägers nahmen neben Corina Wagner und Einrichtungsleiterin Maria Borrello aus Hermeskeil noch zwei indische Ordensschwestern aus Morbach teil, die ctt war durch Mitarbeiterinnen aus Schiffweiler und Heiligenwald vertreten – umfasste sieben zwei- bis dreitägige Module. Da ging es um die Auseinandersetzung mit dem eigenen Glauben (was im Rahmen von Exerzitien nochmals vertieft wurde), um die Themen Sterben und Tod, um Sakramente und Liturgie, um Kommunikation und Biographiearbeit, um Datenschutz und weitere rechtliche Fragen. Und wie man seelsorgerische Gespräche führt, das habe man in Rollenspielen geübt, berichtet sie.

Insgesamt ist das Modellprojekt auf fünf Jahre und ebenso viele Kurse angelegt. Corina Wagner und Maria Borrello hoffen, dass die Fortbildung mit der Zeit noch etwas praxisnäher wird, beispielsweise stärker noch Menschen in den Blick nimmt, die an einer Demenz erkrankt sind. Aber das wird sich mit der Zeit schon noch ergeben, sind die beiden überzeugt. Denn auch was ihre eigene neue und zusätzliche Arbeit im Hochwald Altenzentrum St. Klara angeht, weiß Corina Wagner nur zu gut, „dass sich das noch einspielen wird und muss“.

Sie wird mit den Bewohnerinnen und Bewohnern Wortgottesfeiern halten, zumindest donnerstags; denn diesen Termin kann das Pastoralteam der Gemeinde beim besten Willen nicht mehr abdecken. Sie wird sie durch das Kirchenjahr mit seinen Festen begleiten; als Gesprächspartner für Bewohner und Angehörige da sein – nicht nur, wenn es um Fragen des Glaubens geht; da sein, wenn sich der Lebensweg eines Bewohners dem Ende zuneigt. Und sicherlich noch vieles andere mehr, was sich mit der Zeit (siehe oben) noch so ergeben wird.

Schwer dürfte ihr der Start gleichwohl nicht fallen. Auch wenn sie bisher nur in der Tagespflege gearbeitet hat, so ist Corina Wagner allen im Haus doch gut bekannt; denn als Lektorin und Kommunionhelferin hat sie bisher schon im Gottesdienst regelmäßig mitgewirkt. Und dass Kollegen und Bewohner sie auch genau so in ihrer neuen Rolle akzeptieren werden, das glauben wir gerne. Dafür hat Corina Wagner nämlich ein überaus gewinnendes Wesen…

 

Hier gelangen Sie auf die Homepage vom Hochwald Altenzentrum St. Klara.

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