Ein Haus, in dem man gerne arbeitet und in dem man sich gerne behandeln lässt

Nach 25 Jahren als Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik wurde Prof. Dr. Jörg Degenhardt feierlich in den Ruhestand verabschiedet – Dr. Susanne Isabel Becker als Nachfolgerin begrüßt

Nach 25 Jahren als Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik im Marienhaus Klinikum St. Antonius Waldbreitbach wurde Prof. Dr. Jörg Degenhardt (2. von rechts) feierlich in den Ruhestand verabschiedet. Seine Nachfolgerin ist Dr. Susanne Isabel Becker (3. von rechts). Unser Bild zeigt die beiden zusammen mit (von links) Krankenhausoberin Therese Schneider, Dr. Heinz-Jürgen Scheid, dem Vorsitzenden des Vorstandes der Marienhaus Stiftung, Pflegedirektor Oliver Schömann, der Kaufmännischen Direktorin Claudia Hoffmann, dem Ärztlichen Direktor Prof. Dr. Christof Schenkel-Häger und Kliniken-Geschäftsführer Dr. Günter Merschbächer. Foto: Heribert Frieling

11.09.2017

Waldbreitbach. 25 Jahre hat er die Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik im Marienhaus Klinikum St. Antonius als Chefarzt geleitet, geprägt und maßgeblich weiterentwickelt. Anfang September wurde Prof. Dr. Jörg Degenhardt feierlich in den Ruhestand verabschiedet. Wobei: Getreu dem Motto Niemals geht man so ganz wird er die St. Antonius Tagesklinik in Neuwied weiterhin leiten und so dem Unternehmen noch einige Jahre erhalten bleiben. Seine Nachfolgerin als Gesamtleiterin der Klinik ist seit Anfang Juli Dr. Susanne Isabel Becker. In den zurückliegenden zwei Jahren war sie Chefärztin der Klinik für Seelische Gesundheit am Helios Klinikum in Aue.

Dass in der Klinik eine Atmosphäre der Offenheit und Zugewandtheit herrscht, wo der einzelne Mensch gesehen und wahrgenommen wird, das – so unterstrich Kliniken-Geschäftsführer Dr. Günter Merschbächer in seiner Laudatio – sei ein Verdienst von Jörg Degenhard. Denn dieser sei davon überzeugt, dass jeder Mensch eine gottgeschenkte Würde besitzt. „Für Sie ist jeder einzelne Mitmensch eine Ikone Gottes; und das prägt Ihren Umgang mit den Ihnen anvertrauten Patienten und auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“, so Merschbächer.

Jörg Degenhardt kam im Juni 1992 nach Waldbreitbach – als Nachfolger von Dr. Middendorf, der damals nach 18 Jahren als Chefarzt in den Ruhestand ging. Degenhardt war zu der Zeit vier Jahre als Leitender Oberarzt am Alexianer-Krankenhaus in Krefeld tätig gewesen und hatte zuvor als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Neurologie an der Universität Essen und als Assistenzarzt der Psychiatrie an der dortigen Rheinische Landes- und Hochschulklinik gearbeitet.

In all den Jahren als Chefarzt des Marienhaus Klinikums St. Antonius habe sich Degenhardt dem Erbe der Ordensgründerin Mutter Rosa verpflichtet gefühlt und habe das Haus in ihrem Sinne weiterentwickelt, betonte Merschbächer. So sei es immer das Degenhardt'sche Ziel gewesen, „eine bedarfsgerechte Psychiatrie anzubieten, die die Bedürfnisse des einzelnen Patienten im Blick hat. Und das ist Ihnen in den vergangenen 25 Jahren gut gelungen.“

So habe Degenhardt bereits 1992 zusätzlich zur Psychopharmakologie moderne psychotherapeutische Behandlungsverfahren eingeführt und sukzessive zusammen mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern neue Konzepte für die einzelnen Stationen entwickelt. Dazu gehörte auch die Öffnung der geschlossenen Stationen. Weitere Meilensteine waren 1996 die Übernahme der Pflichtversorgung psychisch Kranker für den Kreis Neuwied und das Krisentelefon, das 1998 ans Netz ging und ein wichtiger Baustein in der gemeindenahen Psychiatrie ist. Die Tagesklinik für Psychiatrie und Psychotherapie wurde 1999 in Neuwied eröffnet, seit 2002 ist dem Klinikum zudem eine psychiatrische Institutsambulanz angegliedert.

All das ist in den zurückliegenden Jahren mit dem Ziel geschaffen worden, um für psychisch Kranke und ihre Angehörigen ein stabiles Netz zu knüpfen, das sie auffängt und in dem sie auch kurzfristig qualifizierte Hilfe finden. Denn, so das Degenhardt'sche Credo, psychisch Kranke verdienen die gleiche Beachtung wie körperlich Erkrankte.

„Sie wollten das Marienhaus Klinikum St. Antonius immer zu einem Haus machen, in dem man gerne arbeitet, und in dem man sich gerne behandeln lässt. Das scheint Ihnen bestens gelungen zu sein“, sparte Merschbächer nicht mit Lob.

Dass die Psychiatrie auf dem Waldbreitbacher Klosterberg eine moderne und vor allem eine den Menschen zugewandte Psychiatrie ist, das hat Dr. Susanne Isabel Becker schon festgestellt, bevor sie im Juli als neue Chefärztin ihren Dienst antrat. (Das hatte sie uns bereits erzählt, als wir sie für die Juli-Ausgabe interviewten). Und der Festakt zur Verabschiedung ihres Vorgängers im Forum Antoniuskirche, dem ein Gottesdienst in der Mutterhauskirche der Waldbreitbacher Franziskanerinnen vorausging, wird ihr auch nachdrücklich vor Augen geführt haben, welch besonderen Stellenwert die Psychiatrie in Waldbreitbach für die Ordensgemeinschaft und den Träger immer gehabt hat und auch in Zukunft haben wird...

 

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