Von Juwelen und klugen Kompromissen, von Vernetzung und Spezialisierung

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe besuchte die Philosophisch-Theologische Hochschule in Vallendar und das Heilig-Geist-Hospital in Bingen

Begrüßten Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (Mitte): Dr. Heinz-Jürgen Scheid, der Vorsitzende des Vorstandes der Marienhaus Stiftung, Prof. Dr. Margareta Gruber OSF, die Dekanin der Theologischen Fakultät, Prof. Dr. Hermann Brandenburg, der Dekan der Pflegewissenschaftlichen Fakultät, und Prof. Dr. Dr. Holger Zaborowski, der Rektor der PTHV (von links). Foto: Heribert Frieling

21.08.2017

Vallendar/Bingen. Dass Hermann Gröhe ein Herz für die Pflege hat, davon konnten sich die rund 300 Gäste überzeugen, die Mitte August in die Philosophisch-Theologische Hochschule (PTHV) nach Vallendar gekommen waren. Der Bundesgesundheitsminister besuchte die Hochschule, die als einzige in Deutschland über eine Pflegewissenschaftliche Fakultät auf universitärem Niveau verfügt, um sich über Lehre und Forschung an der PTHV zu informieren, um über aktuelle Herausforderungen der Pflegepolitik zu referieren und mit seinen Zuhörern, darunter allein 160 Schülerinnen und Schüler aus den Bildungszentren der Trägerschaft, zu diskutieren, wo im Alltag der Schuh drückt.

Auf die Pflege kommen im Zuge des demographischen Wandels zusätzliche Aufgaben zu. Die, so Gröhe, lassen sich nur durch eine fundierte und zukunftsweisende Ausbildung bewältigen. Und so bezeichnete er die jüngst getroffene Vereinbarung zur Reform der Ausbildung in den Pflegeberufen einen „klugen Kompromiss“.

Dass der Träger mit seinen fünf Pflegeschulen und der Pflegewissenschaftlichen Fakultät „einen sehr aktiven Beitrag für eine hohe Ausbildungsqualität in der Pflege“ leistet, das unterstrich in seinem Schlusswort Dr. HeinzJürgen Scheid. Der Vorsitzende des Vorstandes der Marienhaus Stiftung nannte die Hochschule „ein kleines Juwel“, unterstrich aber gleichzeitig, dass der Träger für sein Engagement auch und gerade in der akademisch fundierten Pflegeausbildung „noch breitere Unterstützung für die Zukunft“ benötige.

Scheid nutzte aber auch die Gelegenheit (man hat ja nicht alle Tage einen Bundesgesundheitsminister zu Gast), um mit dem Krankenhausstrukturgesetz ein Thema anzusprechen, das die Marienhaus Unternehmensgruppe als Flächenversorger mit einer Reihe kleiner Krankenhäuser im ländlichen Raum „mit voller Wucht“ getroffen hat. Auch wenn die Krankenhäuser in Flörsheim und Wadern geschlossen werden müssten, so kämpfe der Träger für den Erhalt seiner kleinen Krankenhäuser.

Beispielsweise für das Heilig-Geist-Hospital in Bingen, das Hermann Gröhe am gleichen Tage besuchte. Hier setzt der Träger zum einen auf die enge Vernetzung mit dem Katholischen Klinikum in Mainz, dann aber auch gezielt auf Spezialisierung. So gibt es in Bingen seit einem Jahr eine Weaning-Station. Hier kümmern sich Chefarzt Dr. Arno Depta und sein interdisziplinäres Team um Patienten, die wochen-, oft sogar monatelang auf der Intensivstation gelegen haben. Die Behandlung ihrer Grunderkrankung ist abgeschlossen, sie müssen aber weiterhin künstlich beatmet werden. Diese Patienten vorsichtig und in kleinen Schritten vom Beatmungsgerät zu entwöhnen (nichts anderes bedeutet Weaning) und sie so auf dem Weg zurück in ein möglichst normales Leben zu begleiten, ist Aufgabe und Ziel der Abteilung, die im Rhein-Main-Gebiet ihresgleichen sucht.

Gleichwohl gab Heinz-Jürgen Scheid Hermann Gröhe mit auf den Weg, bei der weiteren Gestaltung der Rahmenbedingungen doch bitte „die Sicherung der medizinischen Versorgung in den ländlichen Regionen noch einmal besonders in den Blick zu nehmen“.

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