Das Marienhaus Klinikum ist für die Zukunft gut gerüstet

Bauabschnitt 2.1 feierlich eingeweiht – Umbau bei laufendem Betrieb – 51 Ein- und Zwei-Bett-Zimmer – 10,1 Millionen Euro investiert

Unterstützt von Fürstin Isabelle zu Wied (rechts) und den Mitgliedern des Direktoriums durchschnitt Dr. Heinz-Jürgen Scheid (2. von rechts) feierlich das grüne Band und eröffnete damit die neue Wahlleistungsstation, die den Namen Carmen-Sylva-Station trägt. Fotos: Heribert Frieling

29.06.2017

Neuwied. Krasser hätte der Gegensatz kaum sein können: Am Abend zuvor hatte er in der öffentlichen Ratssitzung in Wadern in hitziger Debatte noch erläutern müssen, warum der Träger das Krankenhaus in Wadern bis zum Jahresende schließen wird, gerade einmal zwölf Stunden später hieß Dr. Heinz-Jürgen Scheid die Gäste zur Einweihung des Bauabschnittes 2.1 im Marienhaus Klinikum St. Elisabeth Ende Juni herzlich willkommen. Mit der Fertigstellung der Kernsanierung des alten Bettenhauses ist die zweite Etappe der Modernisierung und baulichen Neuausrichtung des Klinikums nach den Worten des Vorsitzenden des Vorstandes der Marienhaus Stiftung erfolgreich abgeschlossen. Damit sei das Marienhaus Klinikum für die Zukunft gut gerüstet. Dem pflichtete David Langner, der Staatssekretär aus dem rheinland-pfälzischen Gesundheitsministerium, bei. Er lobte zudem den Mut und die Kraft des Trägers zu dieser großen Investition. – Die Sanierung hat 10,1 Millionen Euro gekostet, rund die Hälfte hat das Land beigesteuert, der Rest stammt aus Eigenmitteln.

Sie war auch bitter nötig; denn das alte Bettenhaus aus den 1960er Jahren war sprichwörtlich in die Jahre gekommen: Die Patientenzimmer mussten modernisiert, die kompletten Installationen vom Dach bis in den Keller erneuert werden. Und das bei laufendem Betrieb. Die Ebenen 2 bis 5 des nördlichen Gebäudeteils sowie die komplette Ebene 6 des alten Bettenhauses wurden vollständig entkernt und sämtliche Zwischenwände entfernt, damit die Zimmer neu aufgeteilt und gestaltet werden konnten. Dafür mussten einzelne Bereiche des Bettenhauses stillgelegt, Stationen zusammengelegt und Abläufe umorganisiert werden, um während der 21-monatigen Bauzeit die Patienten weiter behandeln und versorgen zu können. – So dankte Scheid denn auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern „für Ihr Verständnis und die Bereitschaft, die Umbaumaßnahmen aktiv zu unterstützen“.

Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Entstanden sind 51 helle und freundliche Ein- und Zwei-Bett-Zimmer, die alle mit modernster Technik ausgestattet sind. Jedes Zimmer verfügt über eine Nasszelle und bietet jetzt den gleichen Qualitätsstandard wie die Zimmer im Erweiterungsbau. (Der war vor fast auf den Tag genau fünf Jahren eingeweiht worden). Zusätzlich stehen zehn neue Arzt- und Untersuchungsräume zur Verfügung. Die Zahl der Räumlichkeiten hat sich durch die Sanierung übrigens nicht verändert. – Für die kindgerechte Gestaltung der Kinderstation hat der Förderverein Sonnenschein 45.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Die Technikzentrale auf dem Dach des alten Bettenhauses wurde komplett abgerissen und neu aufgebaut. Jetzt sind hier die Lüftungstechnik, die Aufzugsanlagen und die technischen Verteiler untergebracht. Auf dem alten Hubschrauberlandeplatz hat man ein neues Notstromaggregat installiert, um im Falle eines Stromausfalls gut gerüstet zu sein und den Krankenhausbetrieb weiter aufrecht erhalten zu können.

Ein besonderes Schmuckstück ist auf der Ebene 6 die neue Wahlleistungsstation. Die Krankenzimmer sind sehr hochwertig ausgestattet und verfügen über zahlreiche Extras wie Klimaanlage, Kühlschrank und Tresor. Diese Station trägt den Namen einer besonderen Frau: Carmen Sylva. Hinter diesem Pseudonym verbirgt sich Prinzessin Elisabeth Pauline Ottilie Luise zu Wied, die Mitte des 19. Jahrhunderts auf Schloss Monrepos in Neuwied geboren wurde. Carmen Sylva, die durch ihre Heirat Königin von Rumänien wurde, war für ihr soziales und kulturelles Engagement bekannt. Unter anderem setzte sie sich für die Krankenversorgung der „kleinen Menschen“ ein.

In Neuwied steht sie Pate für die neue Wahlleistungsstation, und der Name ist bewusst gewählt; denn die Erlöse, die mit dieser neuen Station erwirtschaftet werden, sollen zukünftig unter anderem für den Ausbau der Palliativstation verwendet werden.

 

Hier gelangen Sie auf die Homepage vom Marienhaus Klinikum St. Elisabeth Neuwied.

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