Das Hôtel-Dieu in der Stiftstraße 10 in Neustadt

Die Palliativstation des Krankenhauses Hetzelstift feierte ihr zehnjähriges Bestehen

Das Team der Palliativstation – verstärkt um Schwester Edith-Maria Magar (rechts), die den Festvortrag hielt. Foto: Heribert Frieling

13.12.2016

Neustadt an der Weinstraße. Die Palliativstation sei für sie und die gesamte Familie gleichsam eine Rettungsinsel gewesen, auf der „wir uns mit unserem Vater geborgen fühlten“. Ihr schwerkranker Vater, so berichtete Karen Krüger rückblickend, sei hier als Mensch aufgenommen, und auch „wir als Angehörige“ gut aufgefangen worden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hätten ihren Vater persönlich, professionell und in hohem Maße fürsorglich betreut und gepflegt. Und die Unterstützung des Teams hätte verhindert, „dass wir an der Trauer zerbrechen“, zeigte sich die Journalistin zutiefst dankbar. Deshalb kann sie auch nicht verstehen, dass in Deutschland immer noch nicht genug dafür getan wird, dass Menschen auf ihrem letzten Stück Lebensweg umfassend betreut werden. – So wie es gottlob seit nunmehr zehn Jahren in Neustadt an der Weinstraße geschieht.

In dieser Zeit haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Palliativstation des Hetzelstiftes mehr als 2.000 Patientinnen und Patienten betreut, und viele Angehörige haben ihre Eindrücke und ihre Dankbarkeit in den Gedenkbüchern niedergeschrieben, aus denen Dr. Michael Hatzenbühler und Stefanie Greifzu in der Feierstunde Anfang Dezember zitierten. Die beiden sind von Anfang an dabei, sie als pflegerische Leitung der Palliativstation, er in der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Notfallmedizin, Schmerz-therapie und Palliativmedizin verantwortlich für die Palliativmedizin. – Sie hätten damals einfach losgelegt (wobei sie sich der Unterstützung der damaligen Ärztlichen Direktorin und der Krankenhausoberin sicher sein konnten), erinnerte sich Michael Hatzenbühler. Und sie haben mit ihrer segensreichen Arbeit nicht nur vielen Patienten auf der Palliativstation geholfen. Ihre Arbeit strahle vielmehr auch in das ganze Klinikum aus und fördere die interdisziplinäre Zusammenarbeit, so Geschäftsführer Dr. Klaus-Peter Reimund.

In ihrem Festvortrag hob Schwester Edith-Maria Magar hervor, dass sich das Team der Palliativstation vor zehn Jahren „ganz wach, niemals achtlos, niemals nachlässig“ auf den Weg gemacht habe. Wenn das Christentum, wie es Albert Schweitzer einmal formuliert habe, etwas sei, „das an den Pulsen des Lebens geprüft werde wie nichts sonst und der Prüfung der Alltagserfahrung standhalten müsse“, dann, so die Generaloberin der Waldbreitbacher Franziskanerinnen, hätte das Palliativ-Team „diese Prüfung mit Bravour bestanden; denn Sie sind präsent an den Pulsen des Lebens“.

Als christliche Einrichtung, so Schwester Edith-Maria weiter, liege der Klinik und dem Palliativteam daran, „die Menschenfreundlichkeit Gottes einzubetten in den professionellen Dienst am kranken Menschen“. Dies äußere sich hier in Neustadt in der „vorbehaltlosen und bedingungslosen Hinwendung zum Hilfe suchenden, leidenden, zum kranken und zum sterbenden Menschen“. – Die Einrichtung der Palliativstation sei damals getragen gewesen von dem Mut, anders zu denken und anders zu handeln. „Die Vision eines besseren Lebens“, so adelte Schwester Edith-Maria das Team der Palliativstation, „die haben Sie bewohnbar gemacht – mit Kraft und Herz“.

Die Palliativstation im Krankenhaus Hetzelstift ist Teil eines einmaligen Netzwerkes, so Prof. Dr. Dierk Vagts, der Ärztliche Direktor des Hauses und Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Notfallmedizin, Schmerztherapie und Palliativmedizin. Da gibt es seit dem Jahre 2000 das Ambulante Hospiz (gemeinsame Träger sind die Marienhaus Unternehmensgruppe, der Caritasverband für die Diözese Speyer und die Ökumenische Hospizhilfe Pfalz/Saarpfalz). Und seit Frühjahr 2015 das Ambulante Hospiz- und Palliativzentrum Neustadt an der Weinstraße (die beiden Erstgenannten sind auch hier gemeinsam Träger). Das AHPZ verzahnt die ambulante Hospizarbeit und die spezialisierte ambulante Palliativversorgung eng miteinander und ist damit ein wichtiger Baustein des regionalen Versorgungsnetzes für schwerstkranke und sterbende Menschen.

Ein zentraler Eckpfeiler dieses regionalen Versorgungsnetzes ist die Palliativstation des Krankenhauses Hetzelstift. Für Peter Nikolaus aus dem Seelsorgeteam ist sie der Ort, an dem sich Menschen „der Gastfreundschaft unseres Hauses anvertrauen“ und damit vergleichbar den Hôtels-Dieu genannten Pilgerherbergen, die meist in der Nachbarschaft von Kathedralen errichtet wurden. Und so ist für ihn die Palliativstation das Hôtel-Dieu in der Stiftstraße 10 in Neustadt…

 

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