Für eine bessere Notarztversorgung in der Region

Adenauer Projekt „Unser Notarzt“ mit dem Förderpreis „Helfende Hand“ ausgezeichnet – 3. Platz in der Kategorie „Innovative Konzepte“

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (2. von links) zeichnete die Mitglieder des Projektes „Unser Notarzt“ mit dem Förderpreis „Helfende Hand“ aus. Rechts im Bild Moderatorin Dunja Hayali. Foto: Heribert Frieling

30.11.2016

Berlin/Adenau. Toller Erfolg für das Adenauer Projekt „Unser Notarzt“. Ende November wurde die Initiative um Dr. Martin Schiffarth in Berlin von Bundesinnenminister Thomas de Maizière mit dem Förderpreis „Helfende Hand“ ausgezeichnet. In der Kategorie „Innovative Konzepte“ belegte die Projektgruppe, die mit ihrem Engagement die Notarztversorgung im Raum Adenau sicherstellen will, den dritten Platz, der immerhin mit 3.000 Euro dotiert ist. Die „Helfende Hand“ ist ein Förderpreis, den das Bundesinnenministerium seit 2009 jährlich vergibt und mit dem es das Ehrenamt im Bevölkerungsschutz fördern will. Insgesamt hatten sich in diesem Jahr 351 Projekte und Initiativen um diesen Förderpreis beworben. „Unser Notarzt“ gehört zu den zwölf Einsendungen, die die Jury überzeugen konnten und mit dem Förderpreis ausgezeichnet wurden. – Bereits im Frühjahr hatte das Projekt „Unser Notarzt“ den Zukunftspreis Heimat der Volksbank RheinAhrEifel verliehen bekommen.

Die wenig befriedigende Situation in der Notarztversorgung ausgerechnet am Standort Adenau (schließlich liegt der Nürburgring vor der Tür und ist die Verbindung und Verbundenheit mit ihm groß) rief Anfang 2015 Dr. Martin Schiffarth auf den Plan. Er ist Oberarzt der Anästhesie im St. Josef-Krankenhaus, Facharzt für Anästhesie und Notfallmedizin und Ärztlicher Leiter des Notarztstandortes in Adenau. Zusammen mit ein paar Gleichgesinnten – Notärzte, Notfallsanitäter und Medizinstudenten – gründete er die Initiative, die organisatorisch im Förderverein des Krankenhauses verankert ist. Ihr Ziel: die Notarztversorgung in der Region nachhaltig zu verbessern.

Das Projekt, bei dem mittlerweile 19 Frauen und Männer mitarbeiten, gliedert sich in fünf Teilprojekte. Da ist zunächst das Teamtraining, zu dem beispielsweise auch die Teilnahme am 24 Stunden Rad-am-Ring Rennen gehört. Natürlich aber auch das gemeinsame Training im Rettungswagen, im Schockraum oder an der Simulationspuppe. Dann die Öffentlichkeitsarbeit, mit der man Menschen für die Notfallmedizin begeistern will. Als drittes das Fundraising. Da hat man, so Martin Schiffarth, die positive Erfahrung gemacht, dass Menschen aus der Region dieses Projekt gezielt unterstützen, weil sie das Anliegen der Projektgruppe zu ihrem eigenen machen. Teilprojekt Nr. 4 ist die europaweite Netzwerkarbeit. „Wir wollen“, so Schiffarth, „anderen Impulse für ihre Arbeit liefern und gleichzeitig auch erfahren, wie andere in ganz Europa die Notfallmedizin organisiert haben, um selber davon zu profitieren“.

Innovation und Tradition ist das letzte der fünf Teilprojekte überschrieben. Steht der Nürburgring eher für die Tradition (aber nicht nur für die), so steht das mobile Ultraschallgerät, mit dem der Adenauer Notarztwagen dank der Spende des Fördervereins nun ausgestattet ist, für Innovation. Dank der Möglichkeiten, die dieses Gerät bei der Erstdiagnose am Einsatzort bietet, konnten die Adenauer Notärzte einer Patientin buchstäblich das Leben retten.

All das zusammen überzeugte die Jury in Berlin, so dass „Unser Notarzt“ aus 351 Bewerbungen ausgesucht und mit dem Förderpreis „Helfende Hand“ ausgezeichnet wurde.

 

Hier gelangen Sie auf die Homepage vom St. Josef-Krankenhaus Adenau.

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