Fördermöglichkeiten

 

Im folgenden Abschnitt finden Sie Informationen über verschiedene Fördermöglichkeiten im Bereich der Fort- und Weiterbildung. Sowohl private/gemeinnützige als auch staatliche Institutionen stellen in verschiedenen Förderbereichen finanzielle Mittel zur Verfügung und unterstützen damit die lebenslange Qualifizierung von Menschen sowie die Weiterentwicklung von Einrichtungen und Organisationen.

Bundesweit

 

Bildungsprämie

 

Die Bildungsprämie fördert grundsätzlich Weiterbildungsmaßnahmen, die für die Ausübung der aktuellen oder zukünftigen beruflichen Tätigkeit relevant sind, die wichtige Kenntnisse und Fertigkeiten vermitteln und Kompetenzen erweitern. 

Geförderter Personenkreis
Angestellte (mindestens 15 Stunden in der Woche erwerbstätig), ArbeitnehmerInnen und Selbständige mit „aufstockenden Leistungen” nach SGB II, mithelfende Familienangehörige, Mütter und Väter in Elternzeit sowie Berufsrückkehrer/innen

Zuständige Stelle
Bundesministerium für Bildung und Forschung mit rund 600 Beratungsstellen bundesweit, zu erreichen über die Website zur Bildungsprämie oder über die kostenlose Hotline 0800 2623-000.

Höhe der Förderung
Der Prämiengutschein kann die Hälfte der Weiterbildungskosten bis maximal 500 Euro abdecken. Ein zu versteuerndes Einkommen von maximal 20.000 Euro bei Alleinstehenden oder 40.000 Euro bei gemeinsam Veranlagten darf nicht überschritten werden.

Weiterbildungssparen
Mit dem Weiterbildungssparen wird im Vermögensbildungsgesetz (VermBG) eine Entnahme aus dem angesparten Guthaben erlaubt, um Weiterbildung auch dann zu finanzieren, wenn die Sperrfrist noch nicht abgelaufen ist. Die Arbeitnehmersparzulage geht dabei nicht verloren. Damit können Sie aufwändige und oftmals langfristige Weiterbildung leichter finanzieren. Beim Weiterbildungssparen gelten keine Einkommensgrenzen. Alle Beschäftigten, die ein mit Arbeitnehmersparzulage gefördertes Ansparguthaben besitzen, können diese Komponente der Bildungsprämie in Anspruch nehmen. Beide Komponenten können miteinander kombiniert werden (mit dem Prämiengutschein die Kursgebühren reduzieren und die restlichen Kosten über das Weiterbildungssparen finanzieren).

Weitere Informationen
www.bildungspraemie.info

Kuratorium Deutsche Altenhilfe

Die Stiftung Deutsches Hilfswerk (DHW) stellt dem KDA finanzielle Mittel zur Verfügung. Mit diesen Mitteln initiiert und unterstützt das KDA neue Wege in der Altenhilfe. Es gibt zweckgebundene Zuschüsse für bestimmte Förderbereiche:

Geförderter Personenkreis/Themen

Berufsbegleitende Qualifizierung von hauptamtlichen und Qualifizierung von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Altenhilfe  

  • Hospitation in Einrichtungen mit innovativen Wohn- und Betreuungskonzepten (schon beschäftigte oder zukünftigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Altenpfleger/-innen, Krankenpfleger/-innen usw., nicht die Geschäftsführung oder andere leitende Kräfte aus dem Verwaltungsbereich)
      • Spezielle Qualifizierung im Hinblick auf Schwerpunktbereiche
        • Steuerung des Pflegeprozesses (auch Inhouse-Schulungen)
        • Vermittlung der Kenntnisse nach den Nationalen Expertenstandards
        • Demenz
        • Palliativversorgung
        • Begleitung des Sterbeprozesses
        • Implementierung und Begleitung neuer Wohnformen für ältere Menschen vorzugsweise im Quartiersbezug (Hausgemeinschaften, ambulant betreute Wohngruppen, KDA-Quartiershäuser)
        • Gemeinwesenorientierte Seniorenarbeit im Quartier
        • Eigenverantwortung und Selbstorganisation von Gruppen im Quartier


Exkursionen und Besichtigungen 

  • Exkursionen und Besichtigungen für Altenpflegeschüler/innen und ehrenamtlich Engagierte von innovativen Einrichtungen, Initiativen, Projekten und Angebote und Möglichkeit zur Selbsterfahrung


Zuständige Stelle
Kuratorium Deutsche Altenhilfe
An der Pauluskirche 3
50677 Köln

Telefon: 0221/93 18 47 - 0, Durchwahl -12
Telefax 0221/93 18 47 – 6
E-Mail: foerderung(at)kda.de

Zu beantragen über die Spitzenverbände (z.B. beim DiCV in Trier), diese prüfen und leiten die Anträge an den KDA in Köln weiter.


Höhe der Förderung

  • Zuwendung von höchstens 2.500 Euro je Hospitant, jedoch maximal bis zu 80 Prozent der Kosten (Reisekostenvergütung nach dem Bundesreisekostengesetz und Lohnkosten für Personalersatz bis zu 60 Euro pro Tag), Hospitationen von mindestens einer Woche.
  • mindestens 12 Personen (ohne Referenten), mindestens fünf Zeitstunden gelten als Teilnehmertag, Förderung: 20 Euro pro Teilnehmertag (ReferentInnen sind als Teilnehmer hinzuzurechnen) 
  • einmalige Zuwendung bis zu 80 Prozent der Kosten, höchstens 2.000 Euro (Kosten, die für die Exkursionen bzw. Besichtigungen und die Möglichkeit zur Selbsterfahrung anfallen, wie z. B. Reisekosten, Eintrittsgelder, Kosten der Führung, Nutzungskosten für einen Simulationsanzug)


Wissenswertes
Anträge müssen frühzeitig beim Spitzenverband eingereicht werden (hier die Daten vom DiCV Trier):
für das 1. Quartal: 31. Oktober des Vorjahres,
für das 2. Quartal: 31. Dezember des Vorjahres,
für das 3. Quartal: 31. März des Jahres und
für das 4. Quartal: 31.Juli des Jahres


Weitere Informationen
www.kda.de/foerdermittel.html

Rheinland-Pfalz

 

Quali-Scheck

Das Land Rheinland-Pfalz fördert die Teilnahme von Beschäftigten an individuellen Weiterbildungsmaßnahmen durch Bildungsgutscheine (QualiScheck). Ziel ist es, die beruflichen Kenntnisse und Fertigkeiten der Beschäftigten zu erhalten, zu erweitern und der technischen Entwicklung anzupassen oder einen Beitrag für deren beruflichen Aufstieg zu leisten.

Geförderter Personenkreis
Beschäftigte jeglichen Alters (auch geringfügig Beschäftigte, Kleinunternehmer und Freiberufler sowie Angestellte im öffentlichen Dienst), die in Rheinland-Pfalz gemeldet sind oder dort arbeiten

Zuständige Stelle
Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung
Referat 63 – QualiScheck –
Rheinallee 97-101
55118 Mainz

Höhe der Förderung
Einmal jährlich, bis zu 50 Prozent der Kosten, maximal bis zu 500 Euro.

Die Weiterbildung muss zunächst aus eigener Tasche bezahlt werden. Nach Abschluss des Kurses werden die Kosten erstattet.

Wissenswertes
Der Antrag muss mindestens 2 Monate vor Beginn der Maßnahme und vor Anmeldung beim Bildungsanbieter beantragt werden.

Weitere Informationen
www.qualischeck.rlp.de

Weiterbildungsportal RLP

 

Auf dem Weiterbildungsportal des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz finden sich weiterführende Informationen zu Finanzierungsmöglichkeiten, Angeboten der beruflichen und allgemeinen Weiterbildung u.v.m.

Nordrhein-Westfalen

 

Bildungsscheck

Nordrhein-Westfalen gewährt mit Unterstützung des Europäischen Sozialfonds (ESF) Zuschüsse zur beruflichen Fort- und Weiterbildung von Beschäftigten in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) mit bis zu 250 Beschäftigten.

Mit dem „Sonderprogramm Bildungsscheck NRW Fachkräfte (2013 bis 2015)“ leistet das Bundesland einen wichtigen Beitrag zur Fachkräfteinitiative von Deutschland.

Geförderter Personenkreis

  • Einzelne Beschäftigte (außer Beschäftigte im öffentlichen Dienst) mit Wohnsitz in Nordrhein-Westfalen
  • Betrieblicher Zugang: Den Bildungsscheck gibt es auch im betrieblichen Zugang für Beschäftigte in Unternehmen mit Arbeitsstätten in Nordrhein-Westfalen mit mindestens 1 bis weniger als 250 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten
  • Berufsrückkehrende, Beschäftigte in Elternzeit
  • Existenzgründerinnen und Existenzgründer (in den ersten 5 Jahren)


Zuständige Stelle
Bildungsschecks werden über verschiedene Beratungsstellen (z.B. Volkshochschulen, Weiterbildungsnetzwerke) ausgestellt
Info-Telefon zum Bildungsscheck: 0211 837-1929
Mo – Fr, 8:00 bis 18:00 Uhr

Höhe der Förderung
Die Förderung erfolgt in Form eines Zuschusses und beträgt maximal 50 Prozent der nachgewiesenen Teilnahme- und Prüfungsentgelte. Bis Mitte 2015 erhöht sich der maximale Förderbetrag von 500,- auf 2.000,- EUR.

Weitere Informationen
www.bildungsscheck.nrw.de
www.weiterbildungsberatung.nrw.de 

Saarland

 

Hessen

 

Quali-Scheck

Mit dem "Qualifizierungsscheck" werden in Hessen Bemühungen von Arbeitnehmern unterstützt, welche für ihre derzeitige Tätigkeit keinen anerkannten Abschluss haben oder älter als 45 Jahre sind, um durch berufliche Weiterbildung ihre Beschäftigungsfähigkeit langfristig zu erhalten und zu verbessern.

Geförderter Personenkreis
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (nicht gefördert werden Beschäftigte im öffentlichen Dienst sowie Behörden oder Unternehmen mit mehrheitlich öffentlicher Beteiligung) mit Hauptwohnsitz in Hessen aus kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) mit höchstens 250 Beschäftigten, gefördert werden die Beschäftigten, wenn sie

  • über keinen anerkannten beruflichen Abschluss in der ausgeübten Tätigkeit verfügen oder
  • älter als 45 Jahre sind oder
  • in Teilzeit mit bis zu 30 Wochenstunden beschäftigt sind, unabhängig von ihrem Alter und ihrer Qualifikation oder
  • als Ausbilderin oder Ausbilder tätig sind. Gefördert werden Weiterbildungen, die in direktem Zusammenhang mit Ihrer Ausbildungstätigkeit stehen (z. B. Methodenkompetenzen, Konfliktbewältigung in der Ausbildungstätigkeit etc.), unabhängig von Alter und Qualifikation.


Zuständige Stelle
Der Qualifizierungsscheck wird von Beratungsstellen ausgestellt und an Weiterbildung Hessen e.V. übersandt.

Höhe der Förderung
Einmal jährlich, bis zu 50 Prozent der Kosten, maximal bis zu 500 Euro.

Wissenswertes
Maßnahmen sollen in der Hessischen Weiterbildungsdatenbank eingetragen sein unter www.hessen-weiterbildung.de/ 

Weitere Informationen
www.qualifizierungsschecks.de   

Weitere Fördermöglichkeiten

Meister-BAFÖG

Informationen unter www.meister-bafoeg.info

Weiterbildungsstipendium/Aufstiegsstipendium

Weitere Informationen unter www.sbb-stipendium.de